Bandes dessinées

Bandes dessinées

Nicht nur zur Auflockerung! Die bandes dessinées von Klett enthalten eine Einführung sowie ein praktisches Vokabelverzeichnis als Klappentext.


  • Autoren


  • Christophe Arleston


    Vincent Bailly

    Vincent Bailly wurde 1967 in Nancy im Nordosten Frankreichs geboren und ist ein französischer Comiczeichner.

    Bailly studierte ab 1986 fünf Jahre lang an der Kunsthochschule in Straßburg. 1991 arbeitete er für unterschiedliche Verlagen als Illustrator, veröffentlichte Zeichnungen in Zeitungen und in Kinderbüchern. Aufgrund seines eher groben und düsteren Zeichenstils ließ der Erfolg jedoch auf sich warten.

    Mit den bekannten französischen Zeichnern Roger Seiter und Isabelle Mercier begann Bailly 1995 eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Mit ihnen veröffentlichte er den Erwachsenencomic „Coeur de Sang“, von dem in der Zwischenzeit drei Bände erschienen sind. Dieses Abenteuer bevorzugte er vor einem sicheren Posten als Hochschulprofessor, der ihm ebenfalls angeboten worden war. Seitdem veröffentlichte er bis heute weiter Bücher bzw. Buchreihen, unter anderem das sehr erfolgreiche "Un sac de billes."

    Von 2000 bis 2009 unterrichtete Bally an der Kunsthochschule ENAAI im ostfranzösischen Bourget-du-Lac.

    Vincent Bailly lebt mit seiner Familie im Osten Frankreichs in Chalons-en-Champagne.


    Kris Bailly


    Edmond Baudoin


    Andreas Berger


    Albert Camus

    Albert Camus wurde am 7. November 1913 in Mondovi, Französisch-Nordafrika (heute Algerien) geboren und starb am 4. Januar 1960 nahe Villeblevin in Frankreich. Er war ein französischer Schriftsteller und Philosoph.

    Camus wurde in Algerien auf einem Weingut geboren, wo sein Vater als Kellermeister arbeitete. Als er ein Jahr alt war, fiel sein Vater im Ersten Weltkrieg. Seine Mutter zog mit ihm und dem älteren Bruder nach Algier, wo sie in einer Fabrik und später als Putzfrau arbeitete. Camus konnte aufgrund eines Stipendiums mit zehn Jahren aufs Gymnasium wechseln.

    Nachdem Camus eine Tuberkuloseerkrankung über- und sein Abitur bestanden hatte, studierte er in Algier Philosophie. 1934 heiratete er, doch das ausschweifende Leben seiner Frau und ihre Drogensucht veranlassten ihn zwei Jahre später zur Trennung. 1935 wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei, 1936 gründete er mit anderen Linken ein Theater. 1938 lernte er seine zweite Ehefrau kennen und wurde Reporter bei einer linken algerischen Zeitung, wobei er jedoch kein KP-Mitglied mehr war.

    Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wanderte Camus mit seiner zweiten Frau nach Paris aus, da sein Arbeitgeber aufgrund der Zensur Pleite ging. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von seiner Frau konnte er mit der Anstellung bei einer Pariser Zeitung beenden. Während des Krieges und danach verfasste Camus, den mit dem Existenzialisten Sartre eine kurze Freundschaft verbunden hatte, einige seiner bekanntesten Werke wie „L’Étranger“, "L'Hôte", „Le Malentendu“ und „Les Justes“. Seine Philosophie gründete auf der Absurdität und Sinnlosigkeit des Lebens. Ab 1950 engagierte er sich vornehmlich politisch, wenn auch überparteilich, und war aufgrund seiner Tuberkulose weniger in der Lage zu schreiben. 1957 erhielt er den Literaturnobelpreis.

    Am 4. Januar 1960 kam Albert Camus bei einem Verkehrsunfall ums Leben.


    Serge Carrère


    Derib

    Derib wurde unter dem Namen Claude de Ribaupierre am 8. August 1944 in La Tour-de-Peilz im Kanton Waadt geboren und ist ein Schweizer Comiczeichner.

    Schon im Alter von vier Jahren begann Derib zu zeichnen und übte – ermutigt von seinem Vater – täglich mehrere Stunden. Sein Berufsleben begann er zunächst als Zeichner in einer Werbeagentur, bevor er 1965 zum Studio „Peyo“ in Brüssel wechselte, wo er der Erfolgsserie „Die Schlümpfe“ mitgestaltete. Im Jahre 1967 brachte er bereits zwei eigene Comicalben heraus: „Attila“ und „Die Abenteuer von Pythagoras“. 

    Zurück in der Schweiz 1970 änderte Derib seinen bis dahin noch stark unter dem Einfluss Peyos stehenden Stil. Das erste Projekt wurde gleich zum Erfolg: „Yakari“, eine Kinderserie über die Abenteuer eines Indianerjungen, die bis heute vor allem in Deutschland beliebt ist.

    Die Indianerkultur beschäftigt Derib ebenso in seiner wohl erfolgreichsten Reihe „Buddy Longway“, die er seit 1972 für Tintin zeichnete sowie in den Serien „Der Weg des Schamanen“ und „Red Road“, die sich mit dem Genozid an den Indianern beschäftigt und ausgezeichnet wurde.

    Derib zeichnete zunehmend sozialmotivierte Comics, wie 1991 „Jo“, den ersten veröffentlichten Comic über AIDS und 1995 mit „Pour toi, Sandra“ einen Comic über Prostitution.

    Derib lebt heute in La Tour-de-Peilz am Genfersee.


    Jacques Ferrandez


    Joseph Joffo

    Joseph Joffo wurde am 2. April 1931 in Paris geboren. Er ist ein französischer Schriftsteller, Drehbauchautor und Schauspieler.

    Nach Beendigung seiner Schulausbildung mit vierzehn Jahren übernahm Joseph Joffo zusammen mit seinen drei Brüdern den Friseursalon seines Vaters. Dieser war als russischer Jude im Vernichtungslager in Auschwitz umgekommen.

    Als er 1971 nach einem Skiunfall Bettruhe halten musste, begann Joffo seine Erinnerungen aufzuschreiben. Es ging um seine Kindheit, die er als Jude im von Deutschland besetzten Frankreich verbrachte. „Un sac de billes“ wurde sofort zum internationalen Erfolg, übersetzt in 18 Sprachen.  Dieser sowie weitere Romane wurden ausgezeichnet, „Un sac de billes“ als Theaterstück adaptiert und 2016 zum zweiten Mal verfilmt. Bislang verkaufte sich das Buch über zwanzig Millionen mal.

    Heute lebt Joffo mit seiner Familie in Paris nahe dem Arc de Triomphe und besitzt mit seinen Brüdern zwölf große Friseursalons in der Stadt.


    Morgane Orlach


    Daniel Pennac

    Daniel Pennac wurde unter dem Namen Daniel Pennacchioni  am 1. Dezember 1944 in Casablanca in Marokko geboren und ist ein französischer Schriftsteller.

    Pennac wuchs als vierter von vier Söhnen mit seiner Familie in Afrika und Asien auf, da sein Vater als Militäroffizier oft versetze wurde. Nach seinem Studium der Literaturwissenschaften in Nizza arbeitete und lebte er zunächst als Lehrer in Paris. Als er 1973 sein erstes Buch herausbrachte, in dem er militärkritische Töne anschlug, verkürzte er seinen Autorennamen zugunsten seines Vaters auf „Pennac“.

    Ab 1985 erzielte Pennac Erfolge mit seinen Kriminalromanen und Kinderbüchern. 2007 brachte er mit „La Débauche“ einen Comic zum Thema Arbeitslosigkeit heraus und erhielt einen der wichtigsten Literaturpreise Frankreichs für seinen autobiografischen Roman „Chagrin d'école“, in dem er seine eigene, misslungene Schulzeit beschreibt.

    Daniel Pennac lebt noch heute in Paris und ist Präsident der jährlichen Buchmesse in Brive – der zweitwichtigsten Buchmesse Frankreichs nach der Pariser Buchmesse.


    Didier Quella-Guyot


    Wolfgang Spengler


    Jacques Tardi


    Youmna Tohmé


    Fred Vargas


    Johannes Wilts