Easy Readers (Englisch)

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Originale, meisterhaft gekürzt und vereinfacht.


  • Autoren


  • Harriet Beecher-Stowe

    Harriet Beecher-Stowe wurde am 14. Juni 1811 in Litchfield in Connecticut geboren und starb am 1. Juli 1896 in Hartford in Connecticut. Sie war eine US-amerikanische Schriftstellerin und Gegnerin der Sklaverei.

    Beecher Stowe wuchs als eines von dreizehn Kindern des angesehenen Theologen Lyman Beecher in einem intellektuellen Haushalt auf. Ihre Mutter starb, als sie fünf Jahre alt war. An der von ihrer älteren Schwester in Boston gegründeten Mädchenschule war sie erst Schülerin und später Lehrerin. 1832 siedelte sie mit ihrer Familie nach Cincinnati über und heiratete 1836 den Theologie-Professor Calvin E. Stowe, mit dem sie sieben Kinder bekam.

    Um das Familieneinkommen aufzubessern, schrieb und veröffentlichte sie Erzählungen in Frauenzeitschriften und 1843 in ihrem ersten Buch „The Mayflower“. Mit der Brutalität der Sklaverei konfrontiert, veröffentlichte sie 1852 ihren Roman „Uncle Tom’s Cabin“, der das Unrechtssystem anklagte und als eines der erfolgreichsten sozialkritischen Bücher die politische Meinung in den USA stark beeinflusste.

    In den folgenden Jahren lebte Beecher Stowe zeitweise in Florida und veröffentlichte zahlreiche Werke, die sich zum Teil ebenfalls mit dem System der Sklaverei befassten. Nach dem Tod ihres Mannes 1886 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand und sie litt am Ende unter starker Demenz.

    Harriet Beecher Stowe starb 1896 im Alter von 85 Jahren und wurde auf dem Campus der Phillips Academy in Andover in Massachusetts beigesetzt.


    Karen Blixen

    Karen Blixen hieß mit vollem Namen Karen Christence von Blixen-Finecke, wurde am 17. April 1885 bei Kopenhagen geboren und starb dort am 7. September 1962. Sie war eine dänische Schriftstellerin.

    Blixen wuchs mit vier Geschwistern in einem bürgerlichen Elternhaus auf. Mit zehn Jahren verlor sie ihren geliebten Vater, einen Offizier, Politiker und Schriftsteller, durch Selbstmord. Nach dem Abschluss ihres Kunststudiums veröffentlichte sie 1907 ihre ersten Kurzgeschichten unter dem Pseudonym „Osceola“.

    Fünf Jahre später verlobte sie sich mit ihrem schwedischen Halbcousin, mit dem sie nach Kenia auswanderte, um eine Kaffeefarm zu kaufen. Der Kaffeeanbau war jedoch äußerst schwierig und Blixens Ehemann zeigte mehr Interesse an der Safari als an der Farm, sodass sie sich 1921 trennten. In der Zwischenzeit waren beide an Syphilis erkrankt, an deren Folgen Blixen ihr gesamtes Leben litt. Ab 1920 hatte Blixen eine außereheliche Liebesbeziehung zu einem britischen Offizier, mit dem sie zwei Fehlgeburten erlitt. Ihre Ehe wurde 1925 geschieden, ihre Liebesbeziehung zerbrach 1929.

    1931 gab Blixen ihre Kaffeeplantage wegen Ertragslosigkeit auf und kehrte zu ihrer Familie nach Dänemark zurück. Dort widmete sie sich dem Schreiben und veröffentlichte neben vielen anderen erfolgreichen Werken 1937 „Out of Africa“, das 1985 verfilmt wurde. Sie schrieb unter anderem unter den Pseudonymen „Tania Blixen“ und „Isak Dinesen“.1962 kam Blixen noch in die Auswahl für den Literaturnobelpreis, der aufgrund ihres Todes im selben Jahr jedoch anderweitig vergeben wurde.

    Karen Blixen starb am 7. September 1962 in ihrem Geburtsort Rungstedlund.


    Enid Blyton


    Tim Bowler


    Roald Dahl

    Roald Dahl wurde am 13. September 1916 bei Cardiff in Wales geboren und starb am 23. November 1990 in Great Missenden in Südengland. Er war ein britischer Schriftsteller.

    Dahl war der Sohn norwegischer Einwanderer und wuchs zweisprachig auf. Als er vier Jahre alt war, starben kurz hintereinander eine seiner Schwestern und sein Vater.

    Nach einem Schulverweis besuchte Dahl noch zwei Schulen, in denen er sich jedoch nie wohlfühlte. Zu Testzwecken erhielten die Schüler in einem der Internate Schokolade direkt vom Hersteller – die Inspiration zu seinem Kinderbuch „Charly and the Chocolate Factory“.

    Kaufmännisch ausgebildet arbeitete Dahl für die Shell Oil Company im Ausland, unter anderem in Tansania. Im Zuge des Zweiten Weltkrieges trat er 1939 in Afrika der Royal Air Force bei und wurde Kampfpilot. Später arbeitete er als Agent für den britischen Geheimdienst – auch als er in Washington lebte. Zeitgleich begann er zu schreiben und in Zeitungen zu veröffentlichen.

    1953 heiratete Dahl die Hollywood-Schauspielerin Patricia Neal, von der er sich dreißig Jahre später scheiden ließ. Sie bekamen fünf Kinder, von denen die erste Tochter im Alter von sieben Jahren starb. Einer seiner Söhne erlitt bei einem Unfall bleibende Behinderungen. Seine Tochter Tessa Dahl wurde ebenfalls Schriftstellerin.

    Dahls Kinderbücher wurden zu Welterfolgen und nahezu alle verfilmt, zum Beispiel das 1961 erschienene „James and the Giant Peach“, „The BFG“ 1982 und von Steven Spielberg 2016 verfilmt, oder „Matilda“ 1988.

    Roald Dahl starb sieben Jahre nach seiner erneuten Hochzeit an Leukämie, am 23. November 1990 in seinem Zuhause in Buckinghamshire. In der Roald Dahl Foundation wird sein wohltätiges Wirken fortgesetzt.


    Daniel Defoe

    Daniel Defoe wurde als Daniel Foe ungefähr Anfang 1660 in London geboren und starb dort am 26. April 1731. Er war ein englischer Schriftsteller.

    Defoe war der Sohn eines Fleischers und sollte selbst Geistlicher werden. Schon in seinen ersten zehn Lebensjahren erlebte er schwere Katastrophen: 1665 die Große Pest, ein Jahr später den Großen Brand von London. Mit zehn starb seine Mutter.

    Die Ausbildung zum Theologen gab Defoe bald auf und ergriff den kaufmännischen Beruf, in dem er gleich zweimal Bankrott ging. Er schrieb jedoch erfolgreich Essays und musste als Verfechter politischer und religiöser Freiheit für ein kritisches Werk gegenüber der anglikanischen Kirche in Haft. Mit seiner 1684 geheirateten Frau bekam er acht Kinder.

    Ab 1704 arbeitete Defoe als geheimer politischer Agent. Seine Zeitschrift „The Review“ erschien bald regelmäßig und befasste sich mit Handel, Politik und religiösen Kontroversen. Erst mit fast sechzig Jahren veröffentlichte Defoe seinen ersten Roman, „The Life And Strange Surprizing Adventures Of Robinson Crusoe“. Diesem folgten weitere Abenteuerromane und zahlreiche Veröffentlichungen – insgesamt rund 250 Werke.

    Daniel Defoe musste bis zu seinem Tod am 26. April 1731 schreiben, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen - sein Sohn sorgte trotz des geschenkten Vermögens nicht für den Vater.


    Charles Dickens

    Charles Dickens wurde am 7. Februar 1812 in Landport in England geboren und starb am 9. Juni 1870 in der Nähe von Rochester. Er war ein englischer Schriftsteller.

    Dickens war das zweite von acht Kindern eines mittellosen Marineschreibers. 1823 wurde der überschuldete Vater ins Londoner Gefängnis inhaftiert, in das – wie damals üblich – auch die ganze Familie zog. Dickens lebte als einziger außerhalb und musste schon als Kind die Familie als Hilfsarbeiter ernähren. Diese Erfahrungen waren die Inspiration für spätere Romane.

    Die Schule besuchte Dickens nur unregelmäßig. 1827 begann er als Schreiber bei einem Rechtsanwalt und arbeitete sich zum parlamentarischen Berichterstatter hoch. Ab 1831 machte er sich einen Namen als Journalist und begann dann, seine ersten Fortsetzungsromane in Zeitschriften zu veröffentlichen.

    1836 heiratete er seine Frau Catherine, mit der er zehn Kinder bekam. Zwei Jahre später erschien mit „Oliver Twist“ Dickens’ erster Roman und zugleich eines seiner wichtigsten Werke. Auch in den USA erlangte er mit diesem und weiteren Werken wie „A Christmas Carol“, „David Copperfield“ oder „Great Expectations“ großen Erfolg.

    Nach 22 Jahren Ehe trennte Dickens sich von seiner Frau - eine Scheidung war damals undenkbar. Bis zu seinem Tod war die Schauspielerin Ellen Ternan seine Geliebte. Ein Eisenbahnunfall im Jahr 1865 machte Dickens psychisch schwer zu schaffen und war Inspiration für „The Signal-Man“.

    Charles Dickens starb am 9. Juni 1870 gesundheitlich bereits schwer angeschlagen auf seinem Landsitz an einem zweiten Schlaganfall.

    Seine Werke gehören bis heute zu den meistgelesenen der englischen Literatur und wurden zum Großteil sogar mehrmals verfilmt.


    Arthur Conan Doyle

    Arthur Conan Doyle wurde am 22. Mai 1859 in Edinburgh, Schottland geboren und starb am 7. Juli 1930 in Crowborough in England. Er war ein britischer Arzt und Schriftsteller.

    Doyle war eines von zehn Kindern des schottischen Beamten Charles Doyle und dessen irischer Frau Mary. Der Vater war ein alkoholabhängiger Epileptiker, doch streng katholisch. So besuchte Doyle die Jesuitenschule, bevor er in Edinburgh Medizin studierte.

    1885 heiratete er Louise Hawkins, mit der er zwei Kinder bekam. Er praktizierte einige Jahre als Arzt, widmete sich aber bereits nebenbei dem Schreiben. 1887, mit 28 Jahren, veröffentlichte er seine erste Sherlock Holmes-Detektivgeschichte. Inzwischen nach London umgezogen, konnte er ab 1891 allein von der Schriftstellerei leben. Zwei Jahre lang erschienen die Holmes-und-Watson-Geschichten in Zeitschriften, bevor Doyle aus Zeitgründen beschloss, seinen Protagonisten sterben zu lassen.

    In den folgenden Jahren verfasste er historische Romane, unternahm eine gewagte Skiexpedition in der Schweiz und diente im Burenkrieg in Südafrika als Lazarett-Arzt. Eine Typhus-Erkrankung brachte Doyle wieder zum Romanschreiben: Es entstand einer seiner bekanntesten Romane, „The Hound of the Baskervilles“, wieder mit Sherlock Holmes.

    1906 starb Doyles erste Frau. Er heiratete ein Jahr später erneut und bekam drei weitere Kinder. 1912 erschien „The Lost World“ mit Doyles zweiter populärer Figur, Professor Challenger. Ab 1918 wendete sich Doyle dem Mystizismus und Spiritismus zu, vermutlich aus Trauer über seinen im Ersten Weltkrieg gefallenen Sohn.

    Sir Arthur Conan Doyle starb am 7. Juli 1930 an einer Herzkrankheit in seinem Haus in Crowborough, Sussex. Zahlreiche seiner Werke wurden bis heute mehrmals verfilmt.


    Lois Duncan


    Francis Scott Fitzgerald

    F. Scott Fitzgerald wurde als Francis Scott Key Fitzgerald am 24. September 1896 in St. Paul in Minnesota geboren und starb am 21. Dezember 1940 in Hollywood. Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

    Fitzgerald wurde als erster Sohn eines Möbelfabrikanten geboren. Bis auf eine jüngere Schwester verstarben seine weiteren Geschwister als Kinder. Während seine schulischen Leistungen im Internat eher schlecht waren, fiel er bereits durch seine Kurzgeschichten auf. Sein Studium in Princeton schloss er nicht ab.

    1917 trat Fitzgerald dem Militär bei. In Alabama stationiert lernte er seine spätere Frau Zelda kennen, die die Verlobung jedoch aus finanziellen Gründen zunächst wieder löste.

    Fitzgeralds erster Roman „This Side of Paradise“ machte den jungen Autor 1920 über Nacht berühmt. Er heiratete Zelda, mit der er eine Tochter bekam. Er schrieb zu allen Zeiten Kurzgeschichten und arbeitete viele Jahre für die Filmindustrie in Hollywood.

    Die Fitzgeralds führten in den „Goldenen Zwanzigern“ ein ausschweifendes Leben im Rampenlicht, verschuldeten sich ständig und zogen 1924 an die französische Riviera. Der 1925 erschienene Roman „The Great Gatsby“ brachte nicht den erhofften Erfolg. Fitzgerald bekam Alkoholprobleme und seine Frau erlitt einen Zusammenbruch. 1930 kehrten sie in die USA zurück, wo er weiter schrieb und Depressionen bekam. Die Ehe zerbrach.

    F. Scott Fitzgerald starb am 21. Dezember 1940 mit 44 Jahren nach zwei Herzinfarkten in Hollywood. Durch die erfolgreiche Verfilmung von „Der große Gatsby“ in den Siebziger Jahren wurde sein Werk von einem breiten Publikum wiederentdeckt.


    Anna Gavalda

    Anna Gavalda wurde am 9. Dezember 1970 in Boulogne-Billancourt bei Paris geboren. Sie ist eine französische Schriftstellerin und Journalistin.

    Gavalda wuchs zusammen mit ihren drei Geschwistern auf dem Lande auf.  Sie studierte Literatur in Paris und veröffentlichte anschließend im Jahr 1999 den Erzählband „Je voudrais que quelqu'un m'attende quelque part“ („Ich wünsche mir, dass irgendwo jemand auf mich wartet“) - ein Überraschungserfolg, der ein Jahr später mit dem Grand Prix RTL-Lire ausgezeichnet wurde.

    Gavalda widmete sich von nun an hauptberuflich dem Schreiben und gab ihre Anstellung als Französischlehrerin an einer Privatschule auf. Mit ihrem zweiten Roman „Ensemble, c’est tout“ („Zusammen ist man weniger allein“) landete sie 2004 erneut einen Bestseller. Der Roman wurde im Jahr 2007 mit der bekannten französischen Schauspielerin Audrey Tautou erfolgreich für das Kino verfilmt. Zudem hat sie neben ihren Romanen mit „35 kilos d'espoir“ („35 Kilo Hoffnung“) auch ein Kinderbuch verfasst.

    Anna Gavalda lebt heute abgeschottet von Medieneinflüssen mit ihren zwei Kindern auf einem Bauernhof in der Nähe von Paris und schreibt regelmäßig für das Magazin „Elle“.


    Graham Greene

    Graham Greene wurde am 2. Oktober 1904 in Berkhamsted in Großbritannien geboren und starb am 3. April 1991 in Vevey in der Schweiz. Er war ein britischer Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor.

    Henry Graham Greene war das vierte von sechs Kindern und wuchs in einer einflussreichen Großfamilie auf. Seine Schulzeit an der örtlichen Internatsschule war schwierig, da sein Vater der Schulleiter war und Greene so stets im Loyalitätskonflikt mit seinen Mitschülern stand. Er wurde depressiv und erhielt mit 16 eine sechsmonatige psychoanalytische Behandlung in London. Er studierte danach Geschichte in Oxford und veröffentlichte 1925 den Gedichtband „Babbling April“, der jedoch keine Beachtung fand.

    Während seiner Arbeit als Journalist lernte er seine spätere Ehefrau kennen, die ihn dazu bewog, zum Katholizismus überzutreten. Sie bekamen zwei Kinder.

    Den Durchbruch als Schriftsteller schaffte Greene 1932 mit dem Roman „Stamboul Train“, in den USA bekannt als „Orient Express“. Er entdeckte das Reisen aufgrund eines Gerichtsprozesses, vor dem er floh. Aus seinem Aufenthalt in Mexiko entstand sein Meisterwerk „The Power and the Glory“. Im Zweiten Weltkrieg arbeitet er für den britischen Geheimdienst in Afrika – daraus entstand später der Roman „Our Man in Havanna“.

    Angetrieben von Langeweile stürzte Greene sich in Alkohol und Affären und reiste viel. Seine Ehe zerbrach 1947. Als Schriftsteller war er bis zuletzt aktiv, schrieb unter anderem „The Tenth Man“ und wurde mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert. Die düstere Atmosphäre in seinen Romanen wurde unter dem Begriff „Greeneland“ bekannt. Zahlreiche seiner Werke wurden verfilmt, oftmals war Greene selbst Drehbuchautor.

    Seine letzten Jahre verbrachte Graham Greene am Genfer See in der Schweiz, wo er am 3. April 1991 starb.


    James Heneghan


    James Herriot


    Colin Higgins


    Susan Hinton


    Washington Irving


    George Ivanoff


    Peter James


    Jerome K. Jerome

    Jerome K. Jerome wurde am 2. Mai 1859 unter dem Namen Jerome Clapp (später: Klapka) Jerome in Walsall im Westen Englands geboren und starb am 14. Juni 1927 in Northampton. Er war ein englischer Autor.

    Jerome wuchs als eines von vier Kindern in ärmlichen Verhältnissen im Osten Londons auf. Im Alter von dreizehn Jahren verlor er seine beiden Eltern. Um seinen Lebensunterhalt zu sichern, gab er die Schule auf. Er arbeitete einige Jahre bei der Eisenbahn, dann versuchte er sich als Schauspieler, Journalist, Lehrer, Packer und Rechtsanwaltsgehilfe.

    Seinen ersten Erfolg hatte Jerome 1885 mit der humorvollen Veröffentlichung „On the Stage – and Off“, gefolgt von „Idle Thoughts of an Idle Fellow“, eine Sammlung humorvoller Essays. 1888 heiratete er seine Frau „Ettie“, die frisch geschiedene Mutter einer Tochter, mit der er später eine weitere Tochter bekommen sollte. Ihre Flitterwochen auf der Themse waren die Inspiration für Jeromes wichtigstes Werk: „Three Men in a Boat“.

    Die 1889 erschienene Novelle war ein schlagartiger Welterfolg: Millionenfach verkauft diente sie als Vorlage für Filme, Musicals, TV- und Radio-Shows und beeinflusste Humoristen weltweit. Jerome konnte sich aufgrund der finanziellen Sicherheit nun ganz dem Schreiben widmen. Seine späteren Werke konnten jedoch nicht ganz anknüpfen und als Herausgeber zweier Zeitschriften scheiterte er.

    Im Alter von 56 Jahren diente Jerome im Ersten Weltkrieg als freiwilliger Sanitätswagenfahrer. Die Kriegserfahrungen und den Tod seiner Stieftochter verkraftete er nicht.

    Jerome K. Jerome verstarb am 14. Juni 1927 im Krankenhaus in Northampton an den Folgen eines Schlaganfalls.


    Rudyard Kipling

    Rudyard Kipling wurde am 30. Dezember 1865 in Bombay geboren und starb am 18. Januar 1936 in London. Er war ein britischer Schriftsteller und Dichter.

    Als Sohn eines Kunstlehrers wuchs Kipling die ersten fünf Jahre in Indien auf. Dann wurde er mit seiner jüngeren Schwester, wie damals für viele anglo-indische Kinder üblich, nach England geschickt und dort bei Pflegeeltern aufgezogen. Kipling litt unter deren strengem Regiment und kehrte 1882 nach Indien zurück. Zunächst arbeitete er dort als Journalist.

    Auch als Schriftsteller wurde Kipling erfolgreich: Bis 1888 veröffentlichte er sechs Bände mit Kurzgeschichten, bevor er wieder nach England reiste. Er ließ sich in London nieder und heiratete 1892 seine Frau Caroline Balastie, mit der er wiederum in die USA auswanderte und drei Kinder bekam. Dort begann er mit dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern, u.a. das weltbekannte Werk „The Jungle Book“. Nach vier Jahren kehrte die Familie abermals zurück nach England und Kipling bereiste auch Afrika. Für seine 1899 verstorbene Tochter schrieb er das Buch „Just So Stories“. Mit seinem Roman „Kim“ entstand 1901 sein bedeutendstes Werk. Kipling erhielt 1907 den Nobelpreis für Literatur.

    Zunächst Kriegsbefürworter, änderte sich Kiplings Haltung als 1915 sein Sohn als Soldat mit nur 18 Jahren ums Leben kam. Seine Erzählungen wurden düsterer, der Erfolg blieb aus und er geriet zunehmend in Vergessenheit.

    Rudyard Kipling starb 1936 im Alter von 70 Jahren an einer Hirnblutung.


    Steven L. Layne


    John Le Carré


    Ira Levin


    Pat Lowe


    Lois Lowry

    Lois Lowry wurde am 20. März 1937 unter dem Namen Lois Ann Hammersburg in Honolulu, Hawaii, geboren und ist eine US-amerikanische Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendbücher.

    Lowry war das zweite von drei Kindern eines amerikanischen Militärzahnarztes, weshalb die Familie oft umziehen musste. So besuchte sie Schulen in verschiedensten Städten der USA und auch in Tokio. Noch während ihres Studiums heiratete sie mit 19 Jahren den Offizier Donald Lowry, durch dessen Versetzungen sie ebenfalls oft den Wohnort wechseln mussten. Gemeinsam bekamen sie vier Kinder.

    1972, als ihre Kinder schon etwas älter waren, schloss Lowry ihr Studium in englischer Literatur in Portland ab. Parallel machte sie sich einen Namen als Fotografin und konnte nun freiberuflich als Journalistin arbeiten. Ihr erster Roman „A Summer to Die“ erschien 1977, in dem sie den Tod ihrer älteren Schwester mit nur 28 Jahren verarbeitete. Im selben Jahr ließ Lowry sich scheiden. Mit „The Giver“ gelang ihr 1993 ein Bestseller, aus der eine ganze Reihe wurde. Auch ihre anderen Romane und Kinderbuchreihen wie zum Beispiel „Anastasia“ wurden weltweite Erfolge und erhielten zahlreiche Preise.

    1995 kam Lowrys Sohn in einem Kampfflugzeug ums Leben, worüber ihr das Schreiben hinweghalf. In den letzten Jahren veröffentlichte sie jedoch weniger, um sich mehr ihren vier Enkeln widmen zu können.

    Lois Lowry lebt abwechselnd in Massachusetts und Maine.


    Alexander McCall Smith


    James Moloney


    Brian Moore


    Richard Peck


    Mary Shelley

    Mary Shelley wurde am 30. August 1797 als Mary Godwin in London geboren und starb dort am 1. Februar 1851. Sie war eine britische Schriftstellerin.

    Shelley kam als Kind einer Frauenrechtlerin und eines Sozialphilosophen zur Welt. Schon zehn Tage nach der Geburt verlor sie ihre Mutter. Vier Jahre später heiratete der Vater erneut, doch das Verhältnis Shelleys zur Stiefmutter und den Stiefgeschwistern wurde mit den Jahren immer zerrütteter.

    Durch ihren Vater, mittlerweile Buchhändler, Verleger und Kinderbuchautor, erhielt Shelley eine für Mädchen zur damaligen Zeit ungewöhnlich umfassende Bildung. Sie besuchte ein Jahr lang ein Mädchenpensionat, dann lebte sie ein Jahr lang bei einer Familie an der Ostküste Schottlands.

    Ab 1814 verband Mary Godwin eine Liebesbeziehung mit dem verheirateten Schriftsteller Percy Bysshe Shelley, mit dem sie einige Monate bei einer Reise durch Frankreich vor der Realität floh. Schwanger kehrte sie nach England zurück, die Tochter verstarb jedoch wenige Tage nach der Geburt. Im folgenden Jahr bekamen sie einen gesunden Sohn. Nach dem Suizid von Percys Ehefrau konnten die beiden schließlich heiraten und wanderten 1818 nach Italien aus, wo Shelleys mittlerweile zwei Kinder im Abstand von wenigen Monaten verstarben.

    In diesem Jahr erschien Shelleys weltweit bekannter Schauerroman „Frankenstein“. Aus ihrer Depression half Shelley die Geburt des vierten Kindes. Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes bei einer Segeltour kehrte sie wieder nach England zurück. Dort arbeitete sie als Schriftstellerin und Herausgeberin der Werke ihres verstorbenen Mannes.

    Shelley lebte mit ihrem Sohn und dessen Frau auf dem Erbsitz der Shelley. Ihre letzten Lebensjahre waren jedoch von Krankheit gezeichnet.

    Mary Shelley starb am 1. Februar 1851 im Alter von 53 Jahren vermutlich an einem Hirntumor.


    Alan Sillitoe

    Alan Sillitoe wurde am 4. März 1928 in Nottingham geboren und starb am 25. April 2010 in London. Er war ein britischer Schriftsteller.

    Als eines von fünf Kindern einer Arbeiterfamilie und Sohn eines Analphabeten hatte Sillitoe keine guten Voraussetzungen. Zwar schrieb er schon in der Schule Geschichten, der Besuch der High School war ihm jedoch ohne ein Stipendium unmöglich. Schon ab seinem 14. Lebensjahr arbeitete er in Fabriken und trat zudem der Royal Air Force bei, die ihn ab 1946 nach Südostasien, Spanien und Frankreich schickte. Zurück aus dem Ausland musste er wegen einer Tuberkulose-Erkrankung viele Monate in einem Sanatorium verbringen. Hier schrieb Sillitoe die ersten Gedichte.

    Ab 1953 versuchte er, seine Werke zu veröffentlichen, erhielt nur Absagen von den Verlagen. Er lernte jedoch die amerikanische Dichterin Ruth Fainlight kennen, die er später heiratete. Mit ihr lebte er einige Zeit auf Mallorca und in Frankreich. Sie bekamen zusammen einen Sohn und adoptierten eine Tochter. Sein Durchbruch gelang Sillitoe schließlich 1958 mit dem Roman „Saturday Night and Sunday Morning“, ein Buch über das Leben der Arbeiter in Nottingham.

    Mit seiner Kurzgeschichte „The Loneliness of the Long Distance Runner“ gewann Sillitoe 1959 einen englischen Literaturpreis. Ihre Verfilmung 1962 wurde ebenfalls weltberühmt. Sillitoe wurde zu seinem eigenen Missfallen der Bewegung der „Angry Young Men“ zugeordnet, die sich mit Klassenkonflikten auseinandersetzte.

    Mit seinen weiteren über 60 Werken, wie der Kurzgeschichte "On Satruday Afternoon", konnte Sillitoe nicht mehr an seine frühen Erfolge anknüpfen, er erhielt jedoch die Ehrendoktorwürde der Universität Nottingham. Er starb im Alter von 82 Jahren in einem Londoner Krankenhaus.


    Stephen Speight


    Robert Louis Stevenson

    Robert Louis Stevenson wurde am 13. November 1850 in Edinburgh in Schottland geboren und starb am 3. Dezember 1894 in Vailima auf Samoa. Er war ein schottischer Schriftsteller.

    Stevenson war der einzige Sohn eines Leuchtturmbauers und einer gesundheitlich angeschlagenen Mutter. Da auch er selbst unter Lungenleiden litt, verbrachten sie viele Tage zu Hause und stellten zur Unterstützung ein Kindermädchen ein. Dieses beeindruckte den keinen Stevenson durch ihre Erzählungen und Schauergeschichten nachhaltig.

    Stevenson erhielt in seiner Kindheit aufgrund seiner Erkrankung hauptsächlich Privatunterricht und schrieb bereits zahlreiche Essays und Erzählungen. 1871 schließlich schrieb er sich nach mehreren Wechseln für ein Jurastudium ein. Er trat außerdem in den Debattierclub ein und die literarische Gesellschaft, wo er viele soziale Kontakte knüpfte.

    Stevenson reiste im Sommer und schrieb im Winter, blieb aber zunächst finanziell von seinen Eltern abhängig, obwohl er mittlerweile mit ihnen zerstritten war. 1877 lernte er seine spätere Ehefrau kennen, die zehn Jahre ältere Fanny. Es dauerte drei Jahre, bis sie sich zur Scheidung entschloss und Stevenson in San Francisco heiratete. Zurück aus den USA kam es zur Versöhnung mit Stevensons Eltern, aber auch zum Ausbruch der Tuberkulose.

    Stevenson verfasste trotz großer gesundheitlicher Probleme seinen ersten Roman „Treasure Island“, den er seinem Stiefsohn widmete und der ein großer Erfolg wurde. 1886 erschien der nächste Erfolg, „The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde“.

    Nach dem Tod seines Vaters zog Stevenson aus gesundheitlichen Gründen mit seiner Familie mehrfach um und reiste durch die Südsee, bis er sich schließlich auf Samoa niederließ. Dort war er schriftstellerisch, aber auch politisch sehr aktiv.

    Im Alter von 44 Jahren verstarb Robert Louis Stevenson auf seinem Anwesen in Samoa an einer Hirnblutung.


    Robert Lawrence Stine


    Bram Stoker

    Bram Stoker wurde am 8. November 1847 bei Dublin geboren und starb am 20. April 1912 in London. Er war ein irischer Schriftsteller.

    Bis zu seinem siebten Lebensjahr litt Abraham „Bram“ Stoker als das dritte von sieben Kindern unter einer mysteriösen Erkrankung, die ihn weder gehen noch stehen ließ. Seine Heilung war für die Ärzte ein Wunder und Stoker verarbeitete seine traumatischen Erfahrungen später in seinen Werken.

    Stoker studierte am College in Dublin, wo er auch als Sportler sehr erfolgreich war. Wie sein Vater wurde er Beamter in der Justizbehörde in Dublin. Damit unzufrieden, arbeitete er nebenbei als Journalist und Theaterkritiker. Nach seiner Heirat 1878 zog er nach London und war am Theater seines Freundes Henry Irving als Manager tätig,  durch den er auch in der Welt herumkam. Er schrieb nebenbei Kurzgeschichten und Romane, die auch veröffentlicht wurden, jedoch nicht den Durchbruch brachten. Mit seiner Frau bekam er 1879 einen Sohn.

    1890 traf Stoker den ungarischen Professor Arminius Vámbéry, der ihm von der Legende des rumänischen Fürsten Vlad III. Drăculea (Drakula) erzählte. Daraus entstand innerhalb von sieben Jahren Stokers Vampirroman „Dracula“. Dessen weltweiten Erfolg konnte er selbst nicht mehr miterleben. Durch seine zahlreichen Verfilmungen ist „Dracula“ zu einem der Horrorklassiker schlechthin avanciert.

    Bram Stoker starb am 20. April 1912 in bescheidenen Verhältnissen in London.


    Mark Twain

    Mark Twain wurde als Samuel Langhorne Clemens am 30. November 1835 in Florida in Missouri geboren und starb am 21. April 1910 in Redding in Connecticut. Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

    Twain war das sechste Kind in einer Familie aus schlechten sozialen Verhältnissen. Seine Zeit am Mississippi diente später als Inspiration für „Huckleberry Finn“. Als Twain elf Jahre alt war, starb sein Vater. Schon früh ließ er sich zum Schriftsetzer ausbilden. Nachdem sein Bruder die Lokalzeitung aufgekauft hatte, konnte Twain dort erste Artikel veröffentlichen.

    Nach Reisen durch die USA arbeitete Twain bis zum Ausbrauch des Bürgerkriegs 1861 als Lotse auf einem Mississippidampfer. Er kämpfte zwei Wochen für die Südstaaten, setzte sich aber ab und ging zu den Goldgräbern nach Virginia, wo er als Reporter von Klatschgeschichten zwar Ruhm erlangte, jedoch fliehen musste.

    1863 nutzte er erstmals sein Pseudonym „Mark Twain“. Er wurde damit berühmt und konnte seinen Lebensunterhalt mit seinen Werken verdienen. 1870 heiratete er. Mit seiner Frau bekam er vier Kinder, von denen das erste jedoch nach zwei Jahren starb. Er schrieb seine bekanntesten Werke, darunter 1884  „The Adventures of Huckleberry Finn“.Twains Satire war so bissig, dass die Jugendbuchausgaben seiner Werke oftmals entschärft wurden.

    Ab 1891 lebte Twain einige Jahre in Europa, unter anderem im Berlin, wo er seine Töchter auf die Schule schickte, und in Wien. Er war auch als Geschäftsmann zumeist erfolgreich tätig bis auf die Insolvenz seines Verlages. 1894 starb eine seiner Töchter, 1904 seine Frau und 1908 eine weitere Tochter. Diese Verluste schlugen sich in seinen Werken als pessimistische Grundstimmung nieder.

    Mark Twain starb 1910 als hoch geachteter Autor im Alter von 74 Jahren in Connecticut.


    Kurt Vonnegut

    Kurt Vonnegut wurde am 11. November 1922 in Indianapolis geboren und starb am 11. April 2007 in New York. Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

    Vonnegut war das dritte Kind deutschstämmiger Einwanderer und hatte einen Architekten als Vater. Bereits während seiner High School- und College-Zeit schrieb Vonnegut für Schüler- und Studentenzeitungen.

    1943 meldete er sich bei der Armee. Im selben Jahr nahm sich seine Mutter aufgrund von Depressionen das Leben. Vonnegut geriet schnell in deutsche Kriegsgefangenschaft. Seine Zeit in Dresden während der Bombardierung durch die Alliierten verarbeitete er später in seinem bekanntesten Roman „Slaughterhouse-Five“.

    1945 heiratete er nach seiner Rückkehr seine Jugendfreundin, mit der er drei Kinder bekam. Außerdem absolvierte er ein Anthropologie-Studium in Chicago. Danach arbeitete er als Polizeireporter, Werbefachmann und Aushilfslehrer. Ab 1950 widmete er sich hauptberuflich dem Schreiben und veröffentlichte seine Kurzgeschichten in Magazinen. Nachdem 1958 seine Schwester und sein Schwager kurz hintereinander starben, nahmen die Vonneguts auch deren drei Kinder auf.

    1969 gelang Vonnegut mit „Slaughterhouse-Five“, das auch verfilmt wurde, sein internationaler Durchbruch. Zwei Jahre später ließen er und seine Frau sich scheiden. Mittlerweile wohnhaft in Manhatten, heiratete er 1979 seine zweite Frau, mit der er gemeinsam noch eine Tochter adoptierte. Er veröffentlichte in den Folgejahren zahlreiche weitere Bücher.

    Kurt Vonnegut starb am 11. April 2007 an den Folgen eines Sturzes.


    Minette Walters


    Oscar Wilde

    Oscar Wilde wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin geboren und starb am 30. November 1900 in Paris. Er war ein irischer Schriftsteller.

    Wilde war das zweite von drei Kindern eines angesehenen Arztes und einer Übersetzerin. Durch die literarische Tätigkeit seiner Mutter bekam Wilde schon früh Kontakt zu kulturellen Kreisen und dem Schreiben.

    Nach seinem Internatsbesuch studierte Wilde klassische Literatur in Dublin und reiste zu dieser Zeit schon nach Italien. Ab 1874 studierte er zusätzlich in Oxford, wo er ebenfalls mit Bravour abschloss. 1878 bekam sein Gedicht „Ravenna“ erste öffentliche Aufmerksamkeit. Wilde zog nach London, wo er sich als extravaganter Dandy schnell einen Namen machte. Erste Werke wurden verlegt und er wurde 1881 in die USA eingeladen.

    Als berühmter und gefeierter Dichter heiratete er eine Kinderbuchautorin, mit der er sich in London niederließ und zwei Söhne bekam.1886 lebte er erstmals seine Homosexualität aus und stand künftig der Ehe immer kritischer gegenüber. 1890 erschien mit dem Roman „The Picture of Dorian Gray“ sein bekanntestes und zugleich als „anrüchigstes“ angesehenes Werk.

    Aufgrund seiner Kontakte zu männlichen Prostituierten wurde Wilde 1895 zu zwei Jahren Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit verurteilt. Hier wurde seine Gesundheit dermaßen ruiniert, dass er sofort nach Entlassung nach Paris übersiedelte. Seine Letzten drei Lebensjahre verbrachte Wilde unter dem Namen „Sebastian Melmoth“ verarmt und isoliert in einem Hotel.

    Oscar Wilde starb mit 46 Jahren in Paris an den Folgen einer Mittelohrentzündung.


    Richard Wright