folio / Originalausgaben

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Weltbekannte Titel unserer Partnerverlage, teilweise inklusive Vokabelbeilage.


  • Autoren


  • Albert Camus

    Albert Camus wurde am 7. November 1913 in Mondovi, Französisch-Nordafrika (heute Algerien) geboren und starb am 4. Januar 1960 nahe Villeblevin in Frankreich. Er war ein französischer Schriftsteller und Philosoph.

    Camus wurde in Algerien auf einem Weingut geboren, wo sein Vater als Kellermeister arbeitete. Als er ein Jahr alt war, fiel sein Vater im Ersten Weltkrieg. Seine Mutter zog mit ihm und dem älteren Bruder nach Algier, wo sie in einer Fabrik und später als Putzfrau arbeitete. Camus konnte aufgrund eines Stipendiums mit zehn Jahren aufs Gymnasium wechseln.

    Nachdem Camus eine Tuberkuloseerkrankung über- und sein Abitur bestanden hatte, studierte er in Algier Philosophie. 1934 heiratete er, doch das ausschweifende Leben seiner Frau und ihre Drogensucht veranlassten ihn zwei Jahre später zur Trennung. 1935 wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei, 1936 gründete er mit anderen Linken ein Theater. 1938 lernte er seine zweite Ehefrau kennen und wurde Reporter bei einer linken algerischen Zeitung, wobei er jedoch kein KP-Mitglied mehr war.

    Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wanderte Camus mit seiner zweiten Frau nach Paris aus, da sein Arbeitgeber aufgrund der Zensur Pleite ging. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von seiner Frau konnte er mit der Anstellung bei einer Pariser Zeitung beenden. Während des Krieges und danach verfasste Camus, den mit dem Existenzialisten Sartre eine kurze Freundschaft verbunden hatte, einige seiner bekanntesten Werke wie „L’Étranger“, "L'Hôte", „Le Malentendu“ und „Les Justes“. Seine Philosophie gründete auf der Absurdität und Sinnlosigkeit des Lebens. Ab 1950 engagierte er sich vornehmlich politisch, wenn auch überparteilich, und war aufgrund seiner Tuberkulose weniger in der Lage zu schreiben. 1957 erhielt er den Literaturnobelpreis.

    Am 4. Januar 1960 kam Albert Camus bei einem Verkehrsunfall ums Leben.


    Jacques Charpentreau


    Antoine de Saint-Exupéry

    Antoine de Saint-Exupéry wurde am 29. Juni 1900 in Lyon geboren und starb am 31. Juli 1944 nahe der Île de Riou bei Marseille. Er war ein französischer Schriftsteller und Pilot.

    De Saint-Exupéry verlor schon mit drei Jahren seinen Vater und so wurden er und sein jüngerer Bruder von der Mutter allein aufgezogen. In Lyon und auf den Gütern der Familie in Südfrankreich verlebten sie eine behütete Kindheit. Auch während seiner späteren Schulzeit in einem Jesuitenkolleg und in katholischen Internaten stand der Junge unter dem Schutz der Mutter. Sein erster Flug  mit 12 Jahren entfachte sofort eine Leidenschaft für die Fliegerei in ihm.

    De Saint-Exupérys jüngerer Bruder verstarb 1917 – ein Verlust, der ihm zeitlebens zu schaffen machte. Da er die Zulassung zu mehreren Hochschulen nicht schaffte, ließ er sich zum Flugzeugmechaniker ausbilden und erwarb 1921 den Flugschein. Nach einigen Jahren beim Militär wechselte er zur Air France und begann als Pilot für Postflüge in Afrika. Zugleich veröffentlichte er sein erstes Buch. 1929 wurde er Direktor einer Fluggesellschaft in Buenos Aires.

    Als Saint-Exupéry 1931 nach Paris zurückkehrte, heiratete er und arbeitete weiter als Pilot und Autor. 1935 überlebte er mit viel Glück einen Absturz in der Wüste, den er in seinem nächsten Werk verarbeitete. 1940 wurde er im Zweiten Weltkrieg in Algier stationiert und wanderte von dort aus nach New York aus. Während seiner Zeit bei der Air Force schrieb er seinen weltberühmten Roman „Le Petit Prince“.

    Antoine de Saint-Exupéry verstarb im Alter von 44 Jahren bei einen Aufklärungsflug von Korsika zum französischen Festland.


    Michette Eyser


    Andrea Floure


    Romain Gary


    Philippe Grimbert

    Philippe Grimbert wurde 1948 in Paris geboren. Er ist ein französischer Schriftsteller und Psychoanalytiker.

    Grimbert studierte bis 1968 Psychologie. Anschließend beschäftigte er sich mit der Psychoanalyse nach Jacques Lacan, bevor er in Paris seine eigene Praxis mit dem Schwerpunkt Jugendpsychiatrie eröffnete. Außerdem arbeitete er in zwei medizinisch-pädagogischen Einrichtungen mit autistischen und psychotischen Jugendlichen.

    Neben zahlreichen veröffentlichten Essays, wurden seit 2001 einige Romane Grimberts veröffentlicht. Sein zweites Buch „Un secret“ erschien im Jahr 2004 in Frankreich und wurde vielfach ausgezeichnet. Darin enthüllt er Geheimnisse zum Thema Judenverfolgung, die seine eigene Eltern über die Familie verborgen gehalten hatten. Der Roman verkaufte sich international über 1,5 Millionen mal und wurde 2007 verfilmt.

    Philippe Grimbert schreibt bis heute – zuletzt erschien 2015 sein Roman „Rudik, l'autre Noureev“.


    Eugène Ionesco


    Bernd Käsebier


    Gabriele Lämmle


    François Lelord

    François Lelord wurde am 22. Juni 1953 in Paris geboren und ist ein französischer Psychiater und Schriftsteller.

    Lelord studierte zunächst Medizin und Psychologie, bevor er nach seiner Promotion 1985 für ein Jahr an der University of California in Los Angeles arbeitete.

    Nach zwei Jahren als Oberarzt am Hôpital Necker der Universität Paris V gründete Lelord 1989 seine eigene psychiatrische Praxis in Paris, die er 7 Jahre später wieder aufgab, um sich vermehrt auf die Suche nach dem Sinn des Lebens zu begeben. Bis 2004 beriet er außerdem Personalabteilungen von Unternehmen und Institutionen in den Bereichen Arbeitszufriedenheit und Stress.

    Seitdem ist Lelord als praktizierender Psychiater in einer französischen Klinik in Hanoi in Vietnam tätig und reist viel durch Asien. Mit seinem ersten belletristischen Werk „Le Voyage d'Hector“ gelang ihm 2002 auf Anhieb der internationale Durchbruch. Auch die Fortsetzungsbücher der „Hector“-Reihe standen in Deutschland und Frankreich monatelang in den Bestsellerlisten und sind insgesamt in vierzehn Ländern erhältlich.

    Lelord gab auch mehrere psychologische Fachbücher heraus, wie „Die Macht der Emotionen: und wie sie unseren Alltag bestimmen“ oder „Die Kunst der Selbstachtung“. Sein aktueller „Hector“-Roman „Hector veut changer de vie“ erschien 2014.

    François Lelord lebt abwechselnd in Paris und Bangkok und ist mit einer Vietnamesin verheiratet.


    Louis Malle

    Louis Malle wurde am 30. Oktober 1932 in Thumeries in Frankreich geboren und starb am 23. November 1995 in Los Angeles. Er war ein französischer Filmregisseur und Drehbuchautor.

    Louis Malle wuchs in Nordfrankreich als fünftes von sieben Kindern in einer reichen, katholisch geprägten, Industriellenfamilie auf. Im Alter von 14 begann er zu filmen und beschloss, Regisseur zu werden.

    Er begann zunächst ein Studium der Politikwissenschaft, dann wechselte er auf die Filmhochschule in Paris, brach jedoch ab, da ihm das Studium nicht praktisch genug war. Stattdessen wurde er Assistent und Kameramann des Tiefseeforschers Cousteau. Diese Arbeit beendetet er 1956 nach dem tödlichen Unglück eines Kollegen bei Unterwasseraufnahmen und eines eigenen Schadens am Trommelfell.

    1957 gelang ihm mit dem Film „Fahrstuhl zum Schafott“ sein erster erfolgreicher Spielfilm. Nach weiteren Filmen heiratete er 1965 und lebte wieder in Paris. Seine hohen Anforderungen an sich selbst trieben ihn in eine Schaffenskrise. In Folge dessen ließ er sich scheiden und wanderte nach Indien aus, bevor er wieder nach Frankreich zurückkehrte. Er bekam mit einer deutschen Schauspielerin einen Sohn, kurze Zeit später ein weiteres Kind mit einer anderen Frau. 1974 erschien mit "Lacombe Lucien" ein weiterer sehr erfolgreicher Film Malles. Ab 1976 lebte er die Hälfte seiner Zeit in den USA, wo er ein erfolgreicher Regisseur wurde, und heiratete 1980 ein zweites Mal. 1987 brachte Malle "Au revoir, les enfants" auf die Leinwand.

    Louis Malle starb im Alter von 63 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls in L.A.


    Patrick Modiano

    Patrick Modiano wurde am 30. Juli 1945 in Boulogne-Billancourt bei Paris geboren und ist ein französischer Schriftsteller.

    Modiano wurde als erster von zwei Söhnen eines Kaufmanns und einer Schauspielerin geboren. Zunächst lebte er mit seiner Familie in Paris, dann wuchs er in Internaten auf. Sein jüngerer Bruder verstarb im Alter von neun Jahren an Leukämie. Ihm widmete Modiano später viele seiner Werke.

    Nach seinem Abitur 1962 in Annecy begann Modiano kurz zu studieren, ließ sich dann aber privat in Literatur unterrichten. Schon früh wurde er von einem Verlag unter Vertrag genommen, wo er 1968 sein erstes Buch „La Place de l'Étoile“ veröffentlichte.

    Modianos Werke, wie zum Beispiel "Une jeunesse" beschäftigen sich häufig mit der Nazi-Zeit, Schuld, Erinnerung und Vergessen. 2014 erhielt er den Literaturnobelpreis.

    Patrick Modiano lebt mit seiner Frau in Paris. Gemeinsam haben sie zwei Töchter.


    Amélie Nothomb


    Jean-Paul Nozière


    Jacques Prévert


    Michel Quint


    Sonia Ristic


    Eric-Emmanuel Schmitt

    Eric-Emmanuel Schmitt wurde am 28. März 1960 in Sainte-Foy-lès-Lyon bei Lyon geboren und ist ein französischer und belgischer Schriftsteller und Filmregisseur.

    Schmitt wuchs als Kind von Sporttherapeuten auf, die als französischer Meister im Boxen und als französische Meisterin im Laufen erfolgreich waren. Schon der erste Theaterbesuch mit der Mutter weckte seine Leidenschaft für die Bühne.

    Schmitt studierte in Lyon Klavier, dann in Paris Philosophie und unterrichtete danach für einige Jahre, bevor er ab 1991 als Theaterautor bekannt und mehrfach ausgezeichnet wurde. Später verfasste er auch Romane und Erzählungen, unter anderem auch "Hôtel des deux mondes" und "Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran", das mit Omar Sharif in der Hauptrolle 2003 verfilmt wurde. Seine Themen drehen sich oft um Philosophie und die Weltreligionen.

    Schmitts Werke wurden bereits in 40 Sprachen übersetzt, über 10 Millionen Mal verkauft und zahlreich ausgezeichnet.

    Éric-Emmanuel Schmitt lebt in Brüssel, besitzt seit 2008 neben der französischen auch die belgische Staatsbürgerschaft und seit 2012 ein eigenes Theater in Paris.


    Hans-Dieter Schwarzmann


    Laure Soccard-Güler


    Judith Spaeth-Goes


    Michel Tournier


    Didier van Cauwelaert

    Didier van Cauwelaert wurde am 29. Juli 1960 in Nizza geboren und ist ein französischer Schriftsteller.

    Van Cauwelaert stammt aus einer Familie belgischer Abstammung. Bereits im Alter von sieben Jahren begann er mit ersten Schreibversuchen. Mit 17 führte er mit offizieller Erlaubnis Sartres seine Inszenierung von „Huis Clos“ auf.

    Seinen ersten Roman veröffentlichte van Cauwelaert erfolgreich schon mit 22. Auch seine weiteren Werke wurden positiv aufgenommen und so erhielt er 1994 den „Prix Goncourt“ für „Un aller simple“. Bis heute veröffentlichte er mehr als zwanzig Romane, Theaterstücke und Musicals. Auch als Drehbuchautor war er zuletzt tätig.

    Didier van Cauwelaert unterstützt seit 2011 den Kampf des amazonischen Kayapo-Volkes gegen das Belo-Monte-Wasserkraftwerk zur Erhaltung ihres Lebensraumes in Brasilien.


    Martina Vocks


    Cathy Ytak