Green Apple

Green Apple

Lektüren für Teenager

Aufwändig gestaltete Readers wenden sich an Schüler im Alter von 9 bis ca. 14 Jahren auf den Niveaus A1 – A2/B1 und faszinieren mit klassischen Helden oder Protagonisten, die der Welt der Lernenden nahe sind.


  • Konzeption

  • Die Titel der Reihe Green Apple nutzen den Extensive Reading Approach, bei dem der Text als Sprungbrett zur Verbesserung der Sprachfertigkeiten und zum Erwerb weiterführenden Wissens zum Text, wie historischem Kontext, kulturellen Verbindungen und vielem mehr dient.

    • einsetzbar schon mit geringen Sprachkenntnissen
    • Sprachaktivitäten, die alle Fertigkeiten üben
    • Aufgaben im Stile von KET
    • thematische Dossiers zum Text
    • Audio-CD mit den Textaufnahmen sowie Spielen und Aktivitäten
  • Autoren


  • J.M. Barrie

    J.M. Barrie wurde am 9. Mai 1860 in Kirriemuir in Schottland geboren und starb am 19. Juni 1937 in London. Er war ein schottischer Schriftsteller und Dramatiker.

    Barrie kam als neuntes Kind des Webers David Barrie und seiner Frau Margaret zur Welt. Als er sieben Jahre alt war, verunglückte sein dreizehnjähriger Bruder tödlich. Barrie versuchte vergeblich, seinen Platz einzunehmen. Der verstorbene Bruder war das Vorbild für Barries späteren Roman „Peter Pan“.

    Barrie schloss sein Studium an der Universität Edinburgh 1882 als Master of Arts ab. Er arbeitete einige Jahre als Journalist in Nottingham, bis er 1885 nach London zog, wo er sich auf das Schreiben von Geschichten und Theaterstücken konzentrierte. Mit 40 Jahren war er gefragter Beststellerautor. Berühmt wurde er 1904 durch „Peter Pan“. Diesen Jungen, der niemals erwachsen wird und in einer Phantasiewelt lebt, hatte er zur Unterhaltung fünf befreundeter Kinder erfunden, die er nach dem Tod ihrer Mutter 1910 adoptierte und großzog. Seine Ehe mit der Schauspielerin Mary Ansell wurde bereits ein Jahr vorher kinderlos geschieden.

    J.M. Barrie starb 1937 an einer Lungenentzündung und wurde in seinem Geburtsort beigesetzt. Er vermachte alle Rechte an „Peter Pan“ einem Londoner Kinderkrankenhaus. Bis heute wird „Peter“ auf der Bühne traditionsgemäß von einem Mädchen verkörpert.


    Lyman Frank Baum


    Jane Elizabeth Cammack


    Lewis Carroll

    Lewis Carroll wurde unter dem Namen Charles Lutwidge Dodgson am 27. Januar 1832 in Daresbury im Nordwesten Englands geboren und starb am 14. Januar 1898 in Guildford im Südosten. Er war ein britischer Schriftsteller, Fotograf, Mathematiker und Diakon.

    Carroll war der älteste Sohn unter zehn Geschwistern. Seine Familie mit einem anglikanischen Pfarrer als Vater gehörte zur Mittelklasse. Bis zum elften Lebensjahr wurde er zu Hause unterrichtet und besuchte danach verschiedene Schulen, die seinen außergewöhnlichen Intellekt erkannten. 1850, kurz nach seinem Studienbeginn in Oxford, verstarb Carrolls Mutter. Nach seinem Abschluss 1855 sicherte eine Anstellung dort als Tutor in Mathematik seinen Lebensunterhalt. Er schrieb nebenbei und legte sich den Künstlernamen „Lewis Carroll“ zu, passend zu seinem Doppelleben als Wissenschaftler und Künstler.

    1856 interessierte Carroll sich intensiv für die neue technische Errungenschaft der Fotografie, erwarb eine Kamera, entwickelte selbst Bilder und machte sich als Fotograf einen Namen. 1861 wurde er zum Diakon ernannt.

    Die Idee für „Alice im Wunderland“ hatte Carroll während eines Bootausflugs mit einer befreundeten Familie. 1865 wurde es veröffentlich und sofort ein großer Erfolg. Als sein Vater starb, wurde er Familienoberhaupt und kümmerte sich um seine unverheirateten Schwestern. 1871 erschien mit „Alice hinter den Spiegeln“ die Fortsetzung seines Bestsellers. Carroll wurde bereits zu Lebzeiten berühmt und schrieb weitere Kinderbücher und Romane, entwarf Puzzle und Denksportaufgaben.

    Lewis Carroll starb am 14. Januar 1898 im Haus seiner Schwestern an einer Lungenentzündung.


    Gina D. B. Clemen


    Carlo Collodi


    Daniel Defoe

    Daniel Defoe wurde als Daniel Foe ungefähr Anfang 1660 in London geboren und starb dort am 26. April 1731. Er war ein englischer Schriftsteller.

    Defoe war der Sohn eines Fleischers und sollte selbst Geistlicher werden. Schon in seinen ersten zehn Lebensjahren erlebte er schwere Katastrophen: 1665 die Große Pest, ein Jahr später den Großen Brand von London. Mit zehn starb seine Mutter.

    Die Ausbildung zum Theologen gab Defoe bald auf und ergriff den kaufmännischen Beruf, in dem er gleich zweimal Bankrott ging. Er schrieb jedoch erfolgreich Essays und musste als Verfechter politischer und religiöser Freiheit für ein kritisches Werk gegenüber der anglikanischen Kirche in Haft. Mit seiner 1684 geheirateten Frau bekam er acht Kinder.

    Ab 1704 arbeitete Defoe als geheimer politischer Agent. Seine Zeitschrift „The Review“ erschien bald regelmäßig und befasste sich mit Handel, Politik und religiösen Kontroversen. Erst mit fast sechzig Jahren veröffentlichte Defoe seinen ersten Roman, „The Life And Strange Surprizing Adventures Of Robinson Crusoe“. Diesem folgten weitere Abenteuerromane und zahlreiche Veröffentlichungen – insgesamt rund 250 Werke.

    Daniel Defoe musste bis zu seinem Tod am 26. April 1731 schreiben, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen - sein Sohn sorgte trotz des geschenkten Vermögens nicht für den Vater.


    Charles Dickens

    Charles Dickens wurde am 7. Februar 1812 in Landport in England geboren und starb am 9. Juni 1870 in der Nähe von Rochester. Er war ein englischer Schriftsteller.

    Dickens war das zweite von acht Kindern eines mittellosen Marineschreibers. 1823 wurde der überschuldete Vater ins Londoner Gefängnis inhaftiert, in das – wie damals üblich – auch die ganze Familie zog. Dickens lebte als einziger außerhalb und musste schon als Kind die Familie als Hilfsarbeiter ernähren. Diese Erfahrungen waren die Inspiration für spätere Romane.

    Die Schule besuchte Dickens nur unregelmäßig. 1827 begann er als Schreiber bei einem Rechtsanwalt und arbeitete sich zum parlamentarischen Berichterstatter hoch. Ab 1831 machte er sich einen Namen als Journalist und begann dann, seine ersten Fortsetzungsromane in Zeitschriften zu veröffentlichen.

    1836 heiratete er seine Frau Catherine, mit der er zehn Kinder bekam. Zwei Jahre später erschien mit „Oliver Twist“ Dickens’ erster Roman und zugleich eines seiner wichtigsten Werke. Auch in den USA erlangte er mit diesem und weiteren Werken wie „A Christmas Carol“, „David Copperfield“ oder „Great Expectations“ großen Erfolg.

    Nach 22 Jahren Ehe trennte Dickens sich von seiner Frau - eine Scheidung war damals undenkbar. Bis zu seinem Tod war die Schauspielerin Ellen Ternan seine Geliebte. Ein Eisenbahnunfall im Jahr 1865 machte Dickens psychisch schwer zu schaffen und war Inspiration für „The Signal-Man“.

    Charles Dickens starb am 9. Juni 1870 gesundheitlich bereits schwer angeschlagen auf seinem Landsitz an einem zweiten Schlaganfall.

    Seine Werke gehören bis heute zu den meistgelesenen der englischen Literatur und wurden zum Großteil sogar mehrmals verfilmt.


    Arthur Conan Doyle

    Arthur Conan Doyle wurde am 22. Mai 1859 in Edinburgh, Schottland geboren und starb am 7. Juli 1930 in Crowborough in England. Er war ein britischer Arzt und Schriftsteller.

    Doyle war eines von zehn Kindern des schottischen Beamten Charles Doyle und dessen irischer Frau Mary. Der Vater war ein alkoholabhängiger Epileptiker, doch streng katholisch. So besuchte Doyle die Jesuitenschule, bevor er in Edinburgh Medizin studierte.

    1885 heiratete er Louise Hawkins, mit der er zwei Kinder bekam. Er praktizierte einige Jahre als Arzt, widmete sich aber bereits nebenbei dem Schreiben. 1887, mit 28 Jahren, veröffentlichte er seine erste Sherlock Holmes-Detektivgeschichte. Inzwischen nach London umgezogen, konnte er ab 1891 allein von der Schriftstellerei leben. Zwei Jahre lang erschienen die Holmes-und-Watson-Geschichten in Zeitschriften, bevor Doyle aus Zeitgründen beschloss, seinen Protagonisten sterben zu lassen.

    In den folgenden Jahren verfasste er historische Romane, unternahm eine gewagte Skiexpedition in der Schweiz und diente im Burenkrieg in Südafrika als Lazarett-Arzt. Eine Typhus-Erkrankung brachte Doyle wieder zum Romanschreiben: Es entstand einer seiner bekanntesten Romane, „The Hound of the Baskervilles“, wieder mit Sherlock Holmes.

    1906 starb Doyles erste Frau. Er heiratete ein Jahr später erneut und bekam drei weitere Kinder. 1912 erschien „The Lost World“ mit Doyles zweiter populärer Figur, Professor Challenger. Ab 1918 wendete sich Doyle dem Mystizismus und Spiritismus zu, vermutlich aus Trauer über seinen im Ersten Weltkrieg gefallenen Sohn.

    Sir Arthur Conan Doyle starb am 7. Juli 1930 an einer Herzkrankheit in seinem Haus in Crowborough, Sussex. Zahlreiche seiner Werke wurden bis heute mehrmals verfilmt.


    George Gibson


    Kenneth Grahame


    Victoria Heward


    Frances Hodgson Burnett


    Rudyard Kipling

    Rudyard Kipling wurde am 30. Dezember 1865 in Bombay geboren und starb am 18. Januar 1936 in London. Er war ein britischer Schriftsteller und Dichter.

    Als Sohn eines Kunstlehrers wuchs Kipling die ersten fünf Jahre in Indien auf. Dann wurde er mit seiner jüngeren Schwester, wie damals für viele anglo-indische Kinder üblich, nach England geschickt und dort bei Pflegeeltern aufgezogen. Kipling litt unter deren strengem Regiment und kehrte 1882 nach Indien zurück. Zunächst arbeitete er dort als Journalist.

    Auch als Schriftsteller wurde Kipling erfolgreich: Bis 1888 veröffentlichte er sechs Bände mit Kurzgeschichten, bevor er wieder nach England reiste. Er ließ sich in London nieder und heiratete 1892 seine Frau Caroline Balastie, mit der er wiederum in die USA auswanderte und drei Kinder bekam. Dort begann er mit dem Schreiben von Kinder- und Jugendbüchern, u.a. das weltbekannte Werk „The Jungle Book“. Nach vier Jahren kehrte die Familie abermals zurück nach England und Kipling bereiste auch Afrika. Für seine 1899 verstorbene Tochter schrieb er das Buch „Just So Stories“. Mit seinem Roman „Kim“ entstand 1901 sein bedeutendstes Werk. Kipling erhielt 1907 den Nobelpreis für Literatur.

    Zunächst Kriegsbefürworter, änderte sich Kiplings Haltung als 1915 sein Sohn als Soldat mit nur 18 Jahren ums Leben kam. Seine Erzählungen wurden düsterer, der Erfolg blieb aus und er geriet zunehmend in Vergessenheit.

    Rudyard Kipling starb 1936 im Alter von 70 Jahren an einer Hirnblutung.


    Jack London

    Jack London wurde am 12. Januar 1876 in San Francisco als John Griffith Chaney geboren und starb am 22. November 1916 in Glen Ellen in Kalifornien. Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist.

    London wurde als uneheliches Kind einer Frau aus gutem Hause und eines unsteten Astrologen und Wanderpredigers geboren, der die Vaterschaft abstritt. Als seine Mutter den Geschäftsmann John London heiratete, nahm dieser ihn als seinen Sohn an.

    Da der Stiefvater Invalide wurde, wuchs London in ärmlichen Verhältnissen auf und musste schon in seiner Kindheit Geld verdienen. Mit 14 brach er die Schule ab und lief weg. Er begann ein Leben als Landstreicher, Abenteurer und Matrose. 1895 absolvierte er nachträglich seinen Abschluss auf der High School und besuchte dann die Universität von Berkeley. Sein Studium beendete er nicht.

    1897 brach London stattdessen zum großen Goldrausch nach Klondike auf – jedoch erfolglos. Zurück in Kalifornien gelang ihm der Durchbruch als Schriftsteller, und er heiratete seine erste Frau, mit der er zwei Kinder bekam. Schon nach vier Jahren folgte die Scheidung und London brach mit seiner Yacht zu Abenteuerreisen nach Hawaii und Australien auf. 1905 heiratete er erneut und führte bis zu seinem Tod eine glückliche Ehe. 1910 zog das Paar auf eine Ranch, die London als sein eigentliches Lebenswerk betrachtete. Seine letzten Jahre waren allerdings geprägt von Depressionen und Alkoholkonsum.

    London verfasste ab 1900 hunderte von Romanen, Kurzgeschichten und Reportagen, die auch Vorlage für zahlreiche Verfilmungen wurden. Darunter die Welterfolge „The Call of the Wild“, „The Sea-Wolf“ und „White Fang“. Sein Hauptthema: die Spannung zwischen Natur und Kultur.

    Jack London starb im Alter von 40 Jahren am 22. November 1916 auf seiner Ranch an akutem Nierenversagen, doch auch über Selbstmord wird bis heute spekuliert.


    Deborah Meyers


    Edith Nesbit


    Kelly Reinhart


    Anna Sewell


    William Shakespeare

    William Shakespeare wurde im Jahr 1564 in Stratford-upon-Avon geboren und starb dort 1616. Er war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler.

    Shakespeare wuchs in einer wohlhabenden Bürgerfamilie auf und besuchte vermutlich die Stratforder Lateinschule. Im Alter von 18 Jahren heiratete er eine Bauerntochter, mit der er drei Kinder bekam. Man vermutet, dass er von 1582 bis 1590 als Lehrer arbeitete. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Shakespeare eine Universität besucht hat.

    Ab 1592 ist bekannt, dass Shakespeare Mitglied der führenden Theatergruppe Londons war, für die er auch eigene Stücke schrieb. Es entstanden u.a. die Königsdramen und die Komödien „Der Widerspenstigen Zähmung“, „Ein Sommernachtstraum“ und „Viel Lärm um nichts“. „Romeo und Julia", eine der berühmtesten Liebestragödien der Weltliteratur, entstammt wohl dem Jahr 1598. Nach der Jahrhundertwende schuf Shakespeare u.a. die Tragödien „Hamlet“, „Othello“ und „Macbeth

    Als Teilhaber des Londoner Globe Theatre erwarb sich Shakespeare Vermögen und Einfluss. Seine Truppe „Lord Chamberlain’s Men“ trat öfter auch am Hof der Königin Elisabeth auf.

    Mit 46 Jahren kehrte Shakespeare wohlhabend nach Stratford zurück und verbrachte dort seine letzten Lebensjahre, in denen er noch öfters nach London reiste und auch weitere Theaterstücke produzierte.

    William Shakespeare starb 1616 im Alter von 52 Jahren in Stratford-upon-Avon.


    Robert Louis Stevenson

    Robert Louis Stevenson wurde am 13. November 1850 in Edinburgh in Schottland geboren und starb am 3. Dezember 1894 in Vailima auf Samoa. Er war ein schottischer Schriftsteller.

    Stevenson war der einzige Sohn eines Leuchtturmbauers und einer gesundheitlich angeschlagenen Mutter. Da auch er selbst unter Lungenleiden litt, verbrachten sie viele Tage zu Hause und stellten zur Unterstützung ein Kindermädchen ein. Dieses beeindruckte den keinen Stevenson durch ihre Erzählungen und Schauergeschichten nachhaltig.

    Stevenson erhielt in seiner Kindheit aufgrund seiner Erkrankung hauptsächlich Privatunterricht und schrieb bereits zahlreiche Essays und Erzählungen. 1871 schließlich schrieb er sich nach mehreren Wechseln für ein Jurastudium ein. Er trat außerdem in den Debattierclub ein und die literarische Gesellschaft, wo er viele soziale Kontakte knüpfte.

    Stevenson reiste im Sommer und schrieb im Winter, blieb aber zunächst finanziell von seinen Eltern abhängig, obwohl er mittlerweile mit ihnen zerstritten war. 1877 lernte er seine spätere Ehefrau kennen, die zehn Jahre ältere Fanny. Es dauerte drei Jahre, bis sie sich zur Scheidung entschloss und Stevenson in San Francisco heiratete. Zurück aus den USA kam es zur Versöhnung mit Stevensons Eltern, aber auch zum Ausbruch der Tuberkulose.

    Stevenson verfasste trotz großer gesundheitlicher Probleme seinen ersten Roman „Treasure Island“, den er seinem Stiefsohn widmete und der ein großer Erfolg wurde. 1886 erschien der nächste Erfolg, „The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde“.

    Nach dem Tod seines Vaters zog Stevenson aus gesundheitlichen Gründen mit seiner Familie mehrfach um und reiste durch die Südsee, bis er sich schließlich auf Samoa niederließ. Dort war er schriftstellerisch, aber auch politisch sehr aktiv.

    Im Alter von 44 Jahren verstarb Robert Louis Stevenson auf seinem Anwesen in Samoa an einer Hirnblutung.


    Mark Twain

    Mark Twain wurde als Samuel Langhorne Clemens am 30. November 1835 in Florida in Missouri geboren und starb am 21. April 1910 in Redding in Connecticut. Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

    Twain war das sechste Kind in einer Familie aus schlechten sozialen Verhältnissen. Seine Zeit am Mississippi diente später als Inspiration für „Huckleberry Finn“. Als Twain elf Jahre alt war, starb sein Vater. Schon früh ließ er sich zum Schriftsetzer ausbilden. Nachdem sein Bruder die Lokalzeitung aufgekauft hatte, konnte Twain dort erste Artikel veröffentlichen.

    Nach Reisen durch die USA arbeitete Twain bis zum Ausbrauch des Bürgerkriegs 1861 als Lotse auf einem Mississippidampfer. Er kämpfte zwei Wochen für die Südstaaten, setzte sich aber ab und ging zu den Goldgräbern nach Virginia, wo er als Reporter von Klatschgeschichten zwar Ruhm erlangte, jedoch fliehen musste.

    1863 nutzte er erstmals sein Pseudonym „Mark Twain“. Er wurde damit berühmt und konnte seinen Lebensunterhalt mit seinen Werken verdienen. 1870 heiratete er. Mit seiner Frau bekam er vier Kinder, von denen das erste jedoch nach zwei Jahren starb. Er schrieb seine bekanntesten Werke, darunter 1884  „The Adventures of Huckleberry Finn“.Twains Satire war so bissig, dass die Jugendbuchausgaben seiner Werke oftmals entschärft wurden.

    Ab 1891 lebte Twain einige Jahre in Europa, unter anderem im Berlin, wo er seine Töchter auf die Schule schickte, und in Wien. Er war auch als Geschäftsmann zumeist erfolgreich tätig bis auf die Insolvenz seines Verlages. 1894 starb eine seiner Töchter, 1904 seine Frau und 1908 eine weitere Tochter. Diese Verluste schlugen sich in seinen Werken als pessimistische Grundstimmung nieder.

    Mark Twain starb 1910 als hoch geachteter Autor im Alter von 74 Jahren in Connecticut.


    Oscar Wilde

    Oscar Wilde wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin geboren und starb am 30. November 1900 in Paris. Er war ein irischer Schriftsteller.

    Wilde war das zweite von drei Kindern eines angesehenen Arztes und einer Übersetzerin. Durch die literarische Tätigkeit seiner Mutter bekam Wilde schon früh Kontakt zu kulturellen Kreisen und dem Schreiben.

    Nach seinem Internatsbesuch studierte Wilde klassische Literatur in Dublin und reiste zu dieser Zeit schon nach Italien. Ab 1874 studierte er zusätzlich in Oxford, wo er ebenfalls mit Bravour abschloss. 1878 bekam sein Gedicht „Ravenna“ erste öffentliche Aufmerksamkeit. Wilde zog nach London, wo er sich als extravaganter Dandy schnell einen Namen machte. Erste Werke wurden verlegt und er wurde 1881 in die USA eingeladen.

    Als berühmter und gefeierter Dichter heiratete er eine Kinderbuchautorin, mit der er sich in London niederließ und zwei Söhne bekam.1886 lebte er erstmals seine Homosexualität aus und stand künftig der Ehe immer kritischer gegenüber. 1890 erschien mit dem Roman „The Picture of Dorian Gray“ sein bekanntestes und zugleich als „anrüchigstes“ angesehenes Werk.

    Aufgrund seiner Kontakte zu männlichen Prostituierten wurde Wilde 1895 zu zwei Jahren Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit verurteilt. Hier wurde seine Gesundheit dermaßen ruiniert, dass er sofort nach Entlassung nach Paris übersiedelte. Seine Letzten drei Lebensjahre verbrachte Wilde unter dem Namen „Sebastian Melmoth“ verarmt und isoliert in einem Hotel.

    Oscar Wilde starb mit 46 Jahren in Paris an den Folgen einer Mittelohrentzündung.