Guides pratiques pour enseigner les classiques

Guides pratiques pour enseigner les classiques

Praktische Materialsammlungen zu großen Werken der französischen Literatur.


  • Autoren


  • Dorothea Bachert


    Antoine de Saint-Exupéry

    Antoine de Saint-Exupéry wurde am 29. Juni 1900 in Lyon geboren und starb am 31. Juli 1944 nahe der Île de Riou bei Marseille. Er war ein französischer Schriftsteller und Pilot.

    De Saint-Exupéry verlor schon mit drei Jahren seinen Vater und so wurden er und sein jüngerer Bruder von der Mutter allein aufgezogen. In Lyon und auf den Gütern der Familie in Südfrankreich verlebten sie eine behütete Kindheit. Auch während seiner späteren Schulzeit in einem Jesuitenkolleg und in katholischen Internaten stand der Junge unter dem Schutz der Mutter. Sein erster Flug  mit 12 Jahren entfachte sofort eine Leidenschaft für die Fliegerei in ihm.

    De Saint-Exupérys jüngerer Bruder verstarb 1917 – ein Verlust, der ihm zeitlebens zu schaffen machte. Da er die Zulassung zu mehreren Hochschulen nicht schaffte, ließ er sich zum Flugzeugmechaniker ausbilden und erwarb 1921 den Flugschein. Nach einigen Jahren beim Militär wechselte er zur Air France und begann als Pilot für Postflüge in Afrika. Zugleich veröffentlichte er sein erstes Buch. 1929 wurde er Direktor einer Fluggesellschaft in Buenos Aires.

    Als Saint-Exupéry 1931 nach Paris zurückkehrte, heiratete er und arbeitete weiter als Pilot und Autor. 1935 überlebte er mit viel Glück einen Absturz in der Wüste, den er in seinem nächsten Werk verarbeitete. 1940 wurde er im Zweiten Weltkrieg in Algier stationiert und wanderte von dort aus nach New York aus. Während seiner Zeit bei der Air Force schrieb er seinen weltberühmten Roman „Le Petit Prince“.

    Antoine de Saint-Exupéry verstarb im Alter von 44 Jahren bei einen Aufklärungsflug von Korsika zum französischen Festland.


    Michael Kirchmeir


    Jean de La Fontaine

    Jean de La Fontaine wurde am 8. Juli 1621 in Château-Thierry im Nordosten Frankreichs geboren und starb am 13. April 1695 in Paris. Er war ein französischer Schriftsteller.

    De la Fontaine wurde als Sohn eines bürgerlichen Amtsadeligen geboren, dessen Amt er später erbte, jedoch nicht ausübte.  Seine Schulzeit beendete er in Paris, wohin er 1637 gezogen war. Ein danach begonnenes Theologiestudium brach er nach zwei Jahren ab, ebenso ein zweijähriges Jurastudium.

    1647 heiratete er eine erst Vierzehnjährige, ebenfalls aus bürgerlich-amtsadeliger Familie. Trotz eines gemeinsamen Sohnes soll es keine innige Beziehung gewesen sein. Obwohl de la Fontaine als Anwalt am Obersten Gericht zugelassen war, ist über seine Berufstätigkeit nicht viel bekannt.

    Ab 1658 trat er mit ersten schriftstellerischen Werken, auch Auftragsarbeiten, an die Öffentlichkeit. Zehn Jahre später erschien die erste Ausgabe seiner Fabeln, die ihn später weltberühmt machten. Seine weiteren Werke, wie z.B. Theaterstücke, wurden zum Teil Misserfolge. Im Jahr 1692 erkrankte er schwer, veröffentlichte aber noch eine Gesamtausgabe seiner Fabeln.

    Jean de la Fontaine starb 1695 im Alter von 73 Jahren im Hause eines Gönners in Paris.


    Ingrid Lang


    Molière

    Molière wurde vermutlich am 14. Januar 1622 in Paris geboren, wo er auch 17. Februar 1673  starb. Er war ein französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker.

    Molière, mit bürgerlichem Namen Jean Baptiste Poquelin, war der Sohn eines reichen Teppichwirkers. Von 1636 bis 1641 besuchte er das Jesuitenkolleg Clermont in Paris. Mit seiner Lebensgefährtin Madelaine Béjart gründete Poquelin 1643 die Schauspieltruppe "L’Illustre Théâtre". Er schrieb die Stücke, spielte selbst Rollen, übernahm die Leitung und legte sich den Künstlernamen „Molière“ zu, mit dem er Weltruhm erlangen sollte. Nach dem Bankrott der Truppe ging Molière 1645 mit einer anderen Schauspieltruppe auf Tournee.

    Insgesamt zwölf Jahre lang tourte diese Truppe mit Erfolg durch verschiedene Provinzen. In Paris zurück konnte die „Troupe du Roi" ab dem Jahr 1661 im Palais Royal ihre Aufführungen präsentieren. Im Jahr darauf heiratete Molière die erst achtzehnjährige Armande Béjart, Schwester (oder Tochter?) von Madelaine Béjart. 1665 wurde sein einziges überlebendes Kind, eine Tochter, geboren.

    Seinen Ruhm begründete Molière mit seinen Charakterkomödien, in denen er menschliche Züge ausschlachtete, so zum Beispiel in „Der Geizige“ den Geiz, in „Tartuffe“ die Heuchelei, in „Der eingebildete Kranke“ die Hypochondrie. Er kritisierte in den Stücken große Einrichtungen wie die Kirche und die Ärzteschaft von Paris. In der übertriebenen Art der Darstellung lag die Komik; die Charaktere wurden der Lächerlichkeit preisgegeben. Weitere berühmte Werke Molières waren unter anderem „Der Arzt wider Willen“, „Der Menschenfeind“ oder die „Die gelehrten Frauen“.

    Molière erlitt am 17. Februar 1673 während einer Aufführung des Stücks "Der eingebildete Kranke" einen tödlichen Zusammenbruch.


    Verena Schulze-Nicolai


    Christine Wender