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Klassiker trifft Comic

Klassiker trifft Comic

Klassiker trifft Comic

Interesse wecken, Zugang erleichtern, Originaltext lesen

Die Reihe "Klassiker trifft Comic" erleichtert Schülerinnen und Schülern den Zugang zu den Pflichtlektüren des Deutschunterrichts.


  • Konzeption

  • Der einführende Comic-Strip mit originellen Zeichnungen und lockeren, oft witzigen Dialogen vermittelt die Handlung und die Figurenkonstellation des Stückes. In den Fokus gerückt werden die zentralen Entscheidungssituationen des Dramas.

    Diese motivierende Vorentlastung macht neugierig und bereitet Lesen und Verstehen optimal vor: Denn dem Comic folgt der Text Originalfassung – ergänzt um schülergerechte Erklärungen.  Mit diesem Ansatz lassen sich alle Schülerinnen und Schüler zur Neugier auf Literatur verführen.

  • Autoren


  • Gerhart Hauptmann


    Henrik Ibsen

    Henrik Ibsen wurde am 20. März 1828 in Skien, Norwegen, geboren und starb am 23. Mai 1906 in Kristiania, dem heutigen Oslo. Er war ein norwegischer Dramatiker.

    Henrik Ibsen war der Älteste von fünf Geschwistern. Sein Vater war Kaufmann, doch innerhalb weniger Jahre verarmte die Familie aufgrund einer Wirtschaftskrise.

    Mit 15 begann Ibsen in Grimstad eine Apothekerlehre. Bereits nebenbei begann er mit dem Schreiben. 1849 wurde sein erstes Drama, „Catilina“, in Kristiania herausgegeben, wo er auch sein Abitur machte. Die Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium schaffte er jedoch nicht. So wurde er 1851 Theaterlehrmeister am Nationaltheater in Bergen. Dort lernte er seine spätere Ehefrau kennen, mit der er auch einen Sohn bekam. 1857 wurde Ibsen am Osloer Theater künstlerischer Direktor.

    1864 kehrte er seiner Heimat Norwegen für 27 Jahre den Rücken und lebte in Rom, Dresden und München. 1866 veröffentlichte er „Brand“, 1867 „Peer Gynt“, zwei seiner bekanntesten Stücke. Er selbst bezeichnete jedoch sein 1873 erschienenes Stück „Kaiser und Galiläer“ als sein Hauptwerk, ein Mammut-Drama in zehn Akten und sein letztes Geschichtsdrama. In der folgenden Zeit schrieb er die ersten modernen Gesellschaftsdramen, wie zum Beispiel „Nora oder Ein Puppenheim“ und „Die Wildente“. Die zur damaligen Zeit oft als skandalös geltenden Stücke wurden in vielen Theatern verboten und daher zum Teil in den USA uraufgeführt, zum Beispiel sein Werk „Gespenster“.

    1891 kehrte Henrik Ibsen nach Oslo zurück, wo er 1906 von zwei Schlaganfällen gezeichnet starb.


    Gottfried Keller


    Gotthold Ephraim Lessing

    Gotthold Ephraim Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz in der Oberlausitz geboren und starb am 15. Februar 1781 in Braunschweig. Er war einer der bedeutendsten Dichter der deutschen Aufklärung.

    Als Sohn einer Pastorenfamilie und ausgezeichneter Schüler studierte Lessing Theologie, Philosophie und Medizin in Leipzig und Wittenberg, wo er auch die Magisterwürde erlangte. Währenddessen schrieb er 1748 sein erstes Drama, „Der Junge Gelehrte“. Gemeinsam mit zwei Freunden gründete er 1758 in Berlin die Literaturzeitschrift „Briefe, die neueste Literatur betreffend“. Ab 1760 war Lessing fünf Jahre lang in Breslau als Kriegssekretär tätig. Danach wurde er Dramaturg und Berater am Hamburger Nationaltheater, wo auch sein Stück „Minna von Barnhelm“ uraufgeführt wurde.

    Nachdem das Theater ein Jahr später aus finanziellen Gründen schloss, zog Lessing nach Wolfenbüttel, wo er als Bibliothekar arbeitete. Er reiste auch immer wieder zu verschiedenen Aufenthaltsorten seiner Verlobten Eva König in Deutschland und im Ausland sowie mit dem Braunschweiger Prinzen Leopold nach Italien.

    1772 schrieb er das Stück "Emilia Galotti". 1776 heirateten Lessing und Eva König, doch bereits ein Jahr später starb ihr neugeborener Sohn, wenige Wochen später auch Eva. Obwohl sich auch Lessings Gesundheitszustand in den folgenden Jahren verschlechterte, beendete er 1779 die Arbeit an seinem letzten Stück "Nathan der Weise", das offen für die Toleranz zwischen verschiedenen Religionszugehörigkeiten wirbt.

    Ephraim Lessing starb am 15. Februar 1781 an der sog. „Brustwassersucht“.


    Molière

    Molière wurde vermutlich am 14. Januar 1622 in Paris geboren, wo er auch 17. Februar 1673  starb. Er war ein französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker.

    Molière, mit bürgerlichem Namen Jean Baptiste Poquelin, war der Sohn eines reichen Teppichwirkers. Von 1636 bis 1641 besuchte er das Jesuitenkolleg Clermont in Paris. Mit seiner Lebensgefährtin Madelaine Béjart gründete Poquelin 1643 die Schauspieltruppe "L’Illustre Théâtre". Er schrieb die Stücke, spielte selbst Rollen, übernahm die Leitung und legte sich den Künstlernamen „Molière“ zu, mit dem er Weltruhm erlangen sollte. Nach dem Bankrott der Truppe ging Molière 1645 mit einer anderen Schauspieltruppe auf Tournee.

    Insgesamt zwölf Jahre lang tourte diese Truppe mit Erfolg durch verschiedene Provinzen. In Paris zurück konnte die „Troupe du Roi" ab dem Jahr 1661 im Palais Royal ihre Aufführungen präsentieren. Im Jahr darauf heiratete Molière die erst achtzehnjährige Armande Béjart, Schwester (oder Tochter?) von Madelaine Béjart. 1665 wurde sein einziges überlebendes Kind, eine Tochter, geboren.

    Seinen Ruhm begründete Molière mit seinen Charakterkomödien, in denen er menschliche Züge ausschlachtete, so zum Beispiel in „Der Geizige“ den Geiz, in „Tartuffe“ die Heuchelei, in „Der eingebildete Kranke“ die Hypochondrie. Er kritisierte in den Stücken große Einrichtungen wie die Kirche und die Ärzteschaft von Paris. In der übertriebenen Art der Darstellung lag die Komik; die Charaktere wurden der Lächerlichkeit preisgegeben. Weitere berühmte Werke Molières waren unter anderem „Der Arzt wider Willen“, „Der Menschenfeind“ oder die „Die gelehrten Frauen“.

    Molière erlitt am 17. Februar 1673 während einer Aufführung des Stücks "Der eingebildete Kranke" einen tödlichen Zusammenbruch.


    Friedrich Schiller

    Friedrich Schiller wurde am 10. November 1759 in Marbach am Neckar in Württemberg geboren und starb am 9. Mai 1805 in Weimar. Er war ein deutscher Dichter, Philosoph und Historiker.

    Johann Christoph Friedrich von Schiller, 1802 geadelt, wuchs mit fünf Schwestern als einziger Sohn eines Militärarztes und einer Bäckerstochter in Gmünd und Ludwigsburg auf.  Er lebte in einfachen Verhältnissen und besuchte die Dorf- und Lateinschule, bevor er 1773 an der Karlsschule in Stuttgart erst Rechtswissenschaften und ab 1776 Medizin studierte.

    Sein erstes Theaterstück „Die Räuber“ wurde 1782 uraufgeführt und war sofort ein voller Erfolg. Mit dem Landesherrn Herzog Karl Eugen entstand jedoch ein solch schwerer Konflikt aus dem Stück, dass Schiller von Württemberg nach Thüringen floh, bis er sich 1787 in Weimar niederließ. 1790 heiratete er Charlotte von Lengenfeld, mit der er zwei Töchter und zwei Söhne bekam.

    Im Jahr 1794 begann Schillers Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem zehn Jahre älteren Goethe, die heute als „Weimarer Klassik“ bezeichnet wird.

    Bekannt wurde Schiller auch durch seine weiteren Dramen und Balladen wie zum Beispiel „Kabale und Liebe“, „Don Karlos“, „Wilhelm Tell“ oder „Die Glocke“. In der 9. Sinfonie Beethovens wurde seine „Ode an die Freude“ im letzten Satz vertont.

    1805 verstarb Friedrich Schiller im Alter von 45 Jahren an den Folgen einer nie ganz auskurierten Lungenentzündung.


    Theodor Storm


    Johann Wolfgang von Goethe


    Heinrich von Kleist

    Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt an der Oder geboren und starb am 21. November 1811 in Berlin. Er war ein deutscher Publizist, Lyriker und Dramatiker.

    Kleist wurde als fünftes Kind, aber erster Sohn seines Vaters und Nachkomme eines alten pommerschen Adelsgeschlechtes geboren. Sein Vater starb, als Kleist erst zehn Jahre alt war. Daraufhin lebte er im Haus eines Predigers und besuchte das französische Gymnasium. Gemäß der Familientradition trat er 1792 in das Potsdamer Garderegiment ein. Mit sechzehn Jahren verlor er dann auch seine Mutter.

    Nach sieben Jahren Militär schied freiwillig wieder aus dem Dienst aus und studierte Philosophie, Physik, Mathematik und Staatswissenschaft in Frankfurt an der Oder. Er wurde jedoch nirgends sesshaft und lebte wie ein Nomade an ständig wechselnden Orten, so z.B. zwischen 1802 und 1803 in Weimar, wo er auch Goethe und Schiller kennenlernte. Seine Verlobung mit Wilhelmine von Zenge ging nach vier Jahren in die Brüche.

    1804 trat er in den preußischen Staatsdienst ein und wurde drei Jahre später in Berlin als vermeintlicher Spion festgenommen. Verschiedene Werke, unter anderem „Das Erdbeben in Chili“ und „Der Zerbrochne Krug“ erschienen. Ab 1808 gab er die Monatsschrift „Phöbus“ heraus, später die „Berliner Abendblätter“, die aufgrund von Zensur schon bald eingestellt wurden.  Ohne Ruhm und Geld und verzweifelt am Leben plante er seinen Freitod.

    Heinrich von Kleist nahm sich gemeinsam mit der unheilbar kranken Henriette Vogel am 21. November 1811 am Wannsee in Berlin das Leben.


    Frank Wedekind

    Frank Wedekind wurde am 24. Juli 1864 in Hannover geboren und starb am 9. März 1918 in München an den Folgen einer Blinddarmoperation. Er war ein deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Schauspieler.

    Frank Wedekind, mit richtigem Vornamen Benjamin Franklin, verbrachte seine Kindheit in der Schweiz. Sein Vater war Deutsch-Amerikaner und Gegner des Kaiserreichs, seine Mutter Schweizerin. Nach dem kurzen Versuch eines Jurastudiums und einer Tätigkeit im Werbebüro der Firma Maggi bei Zürich widmete er sich nach dem Tod seines Vaters – nun finanziell unabhängig - der Schriftstellerei.

    In München gründete Wedekind gemeinsam mit einem Verleger die Zeitschrift „Simplicissimus". Für ein 1898 dort veröffentlichtes satirisches Gedicht zur Palästina-Reise des Kaisers Wilhelm II. saß er sechs Monate in Haft.

    Wedekinds Werke wurden von den Behörden oft als unsittlich eingestuft und durften nicht aufgeführt werden. 1891 erschien sein erstes bedeutendes Drama „Frühlings Erwachen. Eine Kindertragödie", das erst fünfzehn Jahre später in zensierter Form auf die Bühne konnte. 1895 kam „Der Erdgeist. Tragödie in vier Aufzügen" heraus und in den folgenden Jahren viele weitere Werke. In den Jahren bis 1906 war Wedekind viel als Schauspieler tätig, verlegte dann seinen Schwerpunkt jedoch auf das literarische Schaffen. Er prangerte dort die Unterdrückung der menschlichen Triebe und die Doppelmoral der Gesellschaft an.

    Im Mai 1906 heiratete Wedekind die Schauspielerin Tilly Newes, acht Monate später kam seine Tochter Pamela zur Welt. Im August 1911 wurde seine Tochter Kadidja geboren. Mit seiner Frau Tilly stand er oft gemeinsam auf der Bühne.

    Seine Stücke waren zum Beispiel Vorlagen für einen Stummfilm wie „Die Büchse der Pandora“ oder „Lulu“ für eine Oper.