Lectures Clé

Lectures Clé

Vom vereinfachten Klassiker bis zum Leseabenteuer für Jugendliche


  • Autoren


  • Guy de Maupassant

    Guy de Maupassant wurde am 5. August 1850 auf Schloss Miromesnil in der Normandie geboren und starb am 6. Juli 1893 in Paris. Er war ein französischer Schriftsteller und Journalist.

    Maupassant wuchs die ersten Jahre im normannischen Hafenstädtchen Fécamp mit seiner Familie auf. Mit neun Jahren zog er mit Mutter und Bruder aufgrund der Trennung der Eltern ins Seebad Étretat. Zunächst besuchte er das katholische Seminar, dessen er jedoch aufgrund eines Gedichts verwiesen wurde. So wechselte er mit 17 auf das staatliche Gymnasium.

    Danach zog Maupassant zu seinem Vater nach Paris, um Jura zu studieren, was er jedoch abbrach. Stattdessen arbeitete er ab 1872 als Angestellter in verschiedenen Ministerien. Sein Ausgleich waren das Rudern und zahlreiche Liebesgeschichten, durch die er sich eine Syphilis einhandelte.

    Unter Anleitung Flauberts betätigte Maupassant sich literarisch und erzielte 1880 mit der Novelle „Boule de Suif“ seinen Durchbruch. In den kommenden Jahren verfasste er 300 Novellen und einige Romane, Theaterstücke und Gedichte und konnte so hauptberuflich vom Schreiben leben, sich ein Haus und ein Segelboot leisten.

    Maupassant lebte rastlos, war oft in Cannes und Antibes, reiste nach Nordafrika und hatte drei Kinder mit verschiedenen Liebesaffären. Man sagt, aufgrund seiner Syphilis-Erkrankung hatte er den frühen Tod stets vor Augen. Ab 1880 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, er konsumierte Drogen und seine Stimmung wurde düsterer. 1892 unternahm er einen Selbstmordversuch, woraufhin er in eine psychiatrische Klinik in Paris gebracht wurde.

    Guy de Maupassant verstarb dort anderthalb Jahre später in geistiger Umnachtung.


    Alexandre Dumas


    Catherine Favret


    Gustave Flaubert

    Gustave Flaubert wurde am 12. Dezember 1821 in Rouen in der Normandie geboren und starb am 8. Mai 1880 in Croisset, ebenfalls in der Normandie. Er war ein französischer Schriftsteller.

    Flaubert wurde ungewollt als jüngstes von fünf Kindern des Chefarztes der städtischen Klinik von Rouen geboren. Bis zu seinem vierten Geburtstag verlor er bereits drei seiner Geschwister. Auch die unmittelbare räumliche Nähe zum Krankenhaus ließ ihn schon früh mit Krankheit und Tod in Kontakt kommen.

    Flaubert besuchte zunächst das Collège Royal, das er 1840 mit Abitur abschloss. Bereits als Schüler zeigte sich seine Stärke in Geschichte und Literatur und er schrieb schon erste eigene Stücke. Maßgeblich inspiriert wurde er dabei von seiner unerfüllten Liebe zu einer zehn Jahre älteren Urlaubsbekanntschaft, zu der er lange Zeit Kontakt hielt.

    Seinem Vater zuliebe versuchte Flaubert sich nach dem Abitur vier Jahre lang im Jurastudium, das er nach Ausbruch seiner Epilepsie jedoch abbrach. Er unternahm stattdessen Reisen und richtete sich nach dem Tod des Vaters und eines weiteren Geschwisters bei seiner Mutter ein. Gleichzeitig begann er ein langjährige Affäre mit einer etwas älteren Frau.

    1856 erschien Flauberts Roman „Madame Bovary“, der wegen seiner angeblichen Unsittlichkeit zum Skandalerfolg wurde. Ab 1864 verreiste er kaum noch, sondern schrieb isoliert zu Hause. Seine weiteren Werke waren noch immer einflussreich, hatten jedoch weniger Erfolg. Finanziell rutschte er gegen Ende seines Lebens in den Ruin.

    Gustave Flaubert starb im Alter von 58 Jahren an den Folgen einer Hirnblutung in Croisset bei Rouen.


    Dominique Georges


    Victor Hugo


    Molière

    Molière wurde vermutlich am 14. Januar 1622 in Paris geboren, wo er auch 17. Februar 1673  starb. Er war ein französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker.

    Molière, mit bürgerlichem Namen Jean Baptiste Poquelin, war der Sohn eines reichen Teppichwirkers. Von 1636 bis 1641 besuchte er das Jesuitenkolleg Clermont in Paris. Mit seiner Lebensgefährtin Madelaine Béjart gründete Poquelin 1643 die Schauspieltruppe "L’Illustre Théâtre". Er schrieb die Stücke, spielte selbst Rollen, übernahm die Leitung und legte sich den Künstlernamen „Molière“ zu, mit dem er Weltruhm erlangen sollte. Nach dem Bankrott der Truppe ging Molière 1645 mit einer anderen Schauspieltruppe auf Tournee.

    Insgesamt zwölf Jahre lang tourte diese Truppe mit Erfolg durch verschiedene Provinzen. In Paris zurück konnte die „Troupe du Roi" ab dem Jahr 1661 im Palais Royal ihre Aufführungen präsentieren. Im Jahr darauf heiratete Molière die erst achtzehnjährige Armande Béjart, Schwester (oder Tochter?) von Madelaine Béjart. 1665 wurde sein einziges überlebendes Kind, eine Tochter, geboren.

    Seinen Ruhm begründete Molière mit seinen Charakterkomödien, in denen er menschliche Züge ausschlachtete, so zum Beispiel in „Der Geizige“ den Geiz, in „Tartuffe“ die Heuchelei, in „Der eingebildete Kranke“ die Hypochondrie. Er kritisierte in den Stücken große Einrichtungen wie die Kirche und die Ärzteschaft von Paris. In der übertriebenen Art der Darstellung lag die Komik; die Charaktere wurden der Lächerlichkeit preisgegeben. Weitere berühmte Werke Molières waren unter anderem „Der Arzt wider Willen“, „Der Menschenfeind“ oder die „Die gelehrten Frauen“.

    Molière erlitt am 17. Februar 1673 während einer Aufführung des Stücks "Der eingebildete Kranke" einen tödlichen Zusammenbruch.


    Louis Pergaud


    Dominique Renaud


    Edmond Rostand


    Georges Simenon


    Jules Verne


    Émile Zola