Originalausgaben ohne Worterklärungen

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  • Autoren


  • Paul Auster

    Paul Auster wurde am 3. Februar 1947 in Newark, New Jersey geboren und ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, Regisseur, Übersetzer und Herausgeber.

    Auster wuchs mit seiner Schwester bei seinen Eltern – nach der Scheidung nur noch bei seiner Mutter - in einem mittelständischen, bildungsbürgerlichen Umfeld auf. Schon mit 13 erwachte sein Interesse am Schreiben.

    Im Alter von 19 Jahren bereiste Auster verschiedene europäische Länder, von denen ihn besonders Frankreich beeindruckte. Anschließend studierte er in seiner Heimat USA vier Jahre Anglistik und Literaturwissenschaften. Nach einem halben Jahr Dienst als Matrose auf einem Tanker im Golf von Mexiko und einem längeren Aufenthalt in Paris lehrte er an Columbia University und arbeitete als Übersetzer und Herausgeber französischer Literatur. 1975 heiratete er zum ersten Mal und bekam 1977 einen Sohn. Nach seiner Trennung heiratete er 1982 erneut und wurde fünf Jahre später Vater einer Tochter.

    Weltbekannt wurde Auster durch seine Serie experimenteller Kriminalromane, die 1987 gesammelt als New-York-Trilogie veröffentlicht wurde. Von „Moon Palace“ bis „Sunset Park“ veröffentlichte er zahlreiche Romane und Essays, seine Romanfiguren sind oft selbst Schriftsteller und so taucht auch das Motiv „Buch im Buch“ immer wieder auf.

    Paul Auster ist mit der Schriftstellerin Siri Hustvedt verheiratet und lebt im New Yorker Stadtteil Brooklyn.


    William Golding

    William Golding wurde am 19. September 1911 in St. Columb Minor in Cornwall in England geboren und starb am 19. Juni 1993 in Perranarworthal in Cornwall. Er war ein britischer Schriftsteller.

    Als Sohn eines Lehrers schrieb Golding schon mit sieben Jahren Gedichte. Er begann 1930 in Oxford gegen seinen eigentlichen Willen ein Studium der Naturwissenschaft und verlagerte schließlich seinen Studienschwerpunkt zu Englischer Literatur. Noch vor Beendigung des Studiums erschien im Jahr 1934 Goldings erster Gedichtband. Fünf Jahre später arbeitete er als Englischlehrer und heiratete die Chemikerin Ann Brookfield, mit der er zwei Kinder bekam und bis zu seinem Tod zusammenlebte.

    Golding kämpfte als Marineoffizier im Zweiten Weltkrieg, was sein weiteres Schaffen entscheidend prägte. Sein Manuskript von „Lord of the Flies“ wurde zunächst von zwanzig Verlagen abgelehnt, bevor es 1954 zu einem Welterfolg wurde. Ab 1961 konnte Golding vom Schreiben alleine leben. An seinen Welterfolg konnten seine weiteren Werke allerdings nicht anknüpfen.

    1983 wurde Golding mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, fünf Jahre später von der britischen Königin geadelt.

    Sir William Golding starb am 19.Juni 1993 in seinem Heim in Cornwall an Herzversagen.


    Lorraine Hansberry


    Julia Haupt


    Kazuo Ishiguro

    Kazuo Ishiguro wurde am 8. November 1954 in Nagasaki in Japan geboren und ist ein britischer Schriftsteller japanischer Herkunft.

    Ishiguro verbrachte seine ersten fünf Lebensjahre mit seinen Eltern und zwei Schwestern in Japan. 1960 zog die Familie nach Großbritannien, wo der Vater als Ozeanograph für einige Jahre forschen sollte. Aus dem vorübergehenden Aufenthalt wurde eine dauerhafte Übersiedelung. Nach dem Abschluss seiner Schulausbildung arbeitete Ishiguro als Jagdhelfer der Königinmutter, strebte eine Karriere als Rockmusiker an, betreute Obdachlose in London, arbeitete als Sozialarbeiter in Schottland und schloss schließlich in Canterbury an der University of Kent sein Studium der Anglistik und Philosophie ab.

    Im Anschluss besuchte Ishiguro bis 1980 Malcolm Bradburys „Creative Writing Course“ an der University of East Anglia in Norwich. Bereits währenddessen schrieb er erste Kurzgeschichten, die veröffentlicht wurden und ihm einen Vertrag für seinen ersten Roman einbrachten, bevor dieser überhaupt vollendet war, „A Pale View of Hills“. Während der Arbeit für ein soziales Projekt lernte er in London seine Frau kennen, die er 1986 heiratete und mit der er eine Tochter bekam.

    Ishiguro veröffentlichte zahlreiche weitere Romane, meist mit Bezug zu seiner Heimat Japan und nominiert für alle denkbaren Auszeichnungen, darunter „The Remains of the Day“, der auch als Film ein Welterfolg war und „Never let me go“ . 2015 erschien sein bisher letzter Roman „The Buried Giant.“

    Kazuo Ishiguro lebt mit seiner Familie in London.


    Gitta Kleen


    Vera Kowalewski


    Jean Kwok


    Sindiwe Magona

    Sindiwe Magona wurde am 23. August 1943 in Gungululu, Transkei, in der Nähe Kapstadts geboren und ist eine südafrikanische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin.

    Magona wuchs in Gugulethu, einem Township bei Kapstadt, als erstes von acht Kindern auf. Im Alter von 23 Jahren und mit dem dritten Kind schwanger, wurde sie von ihrem Ehemann verlassen, den sie während ihrer ersten Schwangerschaft aus Not geheiratet hatte. Sie schloss die Highschool und ihren BA an der University of South Africa per Fernkurs ab und erwarb einen Master im Bereich Sozialarbeit in New York. Viele Jahre arbeitete sie als Grundschullehrerin.

    Von 1984 bis 2003 arbeitete Magona für die Vereinten Nationen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und konzipierte u. a. Radioprogramme, in denen die Rolle der UN im Kampf gegen die Apartheid diskutiert wurde. In dieser Zeit erschien 1990 ihr autobiografischer Debütroman „To My Children’s Children“, gefolgt von „Forced to Grow“ 1992. Mit ihrem Roman „Mother to Mother“ erlangte sie 1998 auch internationale Beachtung.

    Magonas Werke, wie zum Beispiel ihr Text „Beauty’s Gift“ 2008 über die Ausbreitung des HI-Virus, wurden mit wichtigen Preisen ausgezeichnet. Ihre Themen sind Armut, das Frausein und die Apartheid. Zudem engagiert sie sich für Literatur in ihrer Muttersprache „Xhosa“.

    2003 kehrte sie nach Kapstadt zurück, wo sie seither als Autorin, Essayistin, Poetin, Schauspielerin und an der Georgia State University tätig ist.


    Lukas Proszowski


    J.D. Salinger

    J.D. Salinger wurde als Jerome David Salinger am 1. Januar 1919 in New York geboren und starb am 27. Januar 2010 in Cornish in New Hampshire. Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

    Salinger wuchs in Manhatten als einziger Sohn eines wohlhabenden jüdischen Geschäftsmanns auf. 1936 schloss er die Militärakademie in Pennsylvania ab, danach studierte er an mehreren Universitäten in New York verschiedene Disziplinen und belegte auch einen Schreibkurs.

    Salinger hatte 1941 eine kurze Beziehung mit der späteren Ehefrau Charlie Chaplins, die sein weiteres Leben stark beeinflusste. Zwischen 1940 und 1950 erschienen seine Kurzgeschichten bereits in amerikanischen Magazinen. 1942 trat er in die US-Armee ein und war unter anderem in Frankreich stationiert, wo er Ernest Hemingway begegnete. Traumatisiert von seinen Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg ließ Salinger sich psychotherapeutisch behandeln. Während seiner Zeit in Deutschland war er kurz mit einer deutschen Ärztin verheiratet.

    Im Jahre 1951 erschien mit „The Catcher in the Rye“ ein international erfolgreicher Roman, der mehr als 25 Millionen Mal verkauft wurde. Und das, obwohl ihn die Kritik geteilt aufnahm. Als „Ära Salinger“ bezeichnet die Literatur mittlerweile die Jahre 1948 bis 1959. Weitere Erzählungen erschienen bis 1965 im „New Yorker“, danach gab es keine Veröffentlichungen mehr.

    Mit 36 Jahren heiratete Salinger 1955 erneut, diesmal eine 19jährige Studentin, mit der er zwei Kinder bekam. Die Ehe wurde nach zwölf Jahren geschieden. Ab 1953 lebte er abgeschieden hinter hohen Mauern auf seinem Anwesen in New Hampshire und mied die Öffentlichkeit. Später gab er nicht einmal mehr Interviews.

    J. D. Salinger starb am 27. Januar 2010 im Alter von 91 Jahren in Cornish in New Hampshire.


    George Bernard Shaw

    George Bernard Shaw wurde am 26. Juli 1856 in Dublin in Irland geboren und starb am 2. November 1950 in Ayot Saint Lawrence in England. Er war ein irischer Dramatiker, Politiker und Satiriker.

    Shaw wuchs in seiner schottisch-protestantische Familie in problematischen Verhältnissen auf: der Vater erfolgloser Getreidehändler und Alkoholiker, die Mutter Sängerin. Sie verließ den Vater kurz vor Shaws sechzehntem Geburtstag und zog mit den beiden Töchtern und ihrem Gesangslehrer nach London, während Shaw beim Vater blieb.

    Nach einer kurzen Zeit als kaufmännischer Angestellter zog Shaw ebenfalls nach London, wo er schriftstellerisch tätig wurde. Seine ersten Werke wurden jedoch größtenteils von den Verlagen abgelehnt. Er wurde jedoch ein gefeierter Musikkritiker bei der Zeitung „Star“. 1881 wurde er Vegetarier, 1882 las er Karl Marx, dessen Ideen ihn überzeugten. Shaw war in der „Fabian Society“ tätig, die gesellschaftliche Umbrüche durch Reformen erreichen wollte. Hier lernte er auch seine spätere Frau kennen, die er 1898 heiratete.

    1895 begann Shaw seine Tätigkeit als Theaterkritiker, mit der sich auch zum Dramatiker entwickelte. Mit „Candida“ erschien 1898 sein erstes erfolgreiches Theaterstück, dem eine ganze Reihe weiterer Komödien folgten. 1913 veröffentlichte er mit „Pygmalion“ die Grundlage für das spätere Musical „My Fair Lady“. Nach dem Ersten Weltkrieg konzentrierte er sich auf ernste und politische Themen. 1925 erhielt er den Literaturnobelpreis, 1938 den Oscar für das Drehbuch zu „Pygmalion“.  Noch mit 90 Jahren war er als Autor tätig.

    George Bernard Shaw starb 1950 im hohen Altern von 94 Jahren in England.


    Muriel Spark