Real Reads

Real Reads

Klassiker der Weltliteratur, behutsam vereinfacht und schaurig schön vierfarbig illustriert.


  • Konzeption

  • Unterhaltsame und spannende Lektüren für den Einstieg in die englischsprachige Literatur.

  • Autoren


  • Ethel Turner


    Jane Austen


    Hagit Borer


    Chaz Brenchley


    Charlotte Brontë

    Charlotte Brontë wurde am 21. April 1816 in Thornton in Yorkshire geboren und starb am 31. März 1855 in Haworth, ebenfalls in Yorkshire. Sie war war eine britische Schriftstellerin, die ihre Romane unter dem Pseudonym Currer Bell veröffentlichte.

    Brontë wurde als drittes Kind des irischen Pfarrers Patrick Brontë und seiner Frau Maria geboren. Ihre beiden älteren Schwestern verstarben im Kindesalter an Tuberkulose, und ihre Mutter verlor sie, als sie fünf Jahre alt war. Gemeinsam mit ihren jüngeren Geschwistern Patrick Branwell, Emily Jane und Anne begann sie schon als Kind zu schreiben und eigene Phantasiewelten zu entwickeln. Unterrichtet wurde sie abgesehen von kurzen Schulbesuchen meist zu Hause.

    1835 arbeitete Brontë  einige Jahre als Lehrerin, dann als Gouvernante. In der Absicht, eine eigene Schule zu eröffnen, besserte sie anschließend in Brüssel ihre Französischkenntnisse auf. Nach ihrer Rückkehr 1844 musste sie die Idee einer eigenen Schule jedoch aufgeben. Sie veröffentlichte gemeinsam mit ihren Schwestern unter männlichen Pseudonymen ihren ersten Gedichtband – ein Misserfolg. Mit dem Gouvernantenroman „Jane Eyre“ gelang ihr jedoch 1847 der große Durchbruch. Sie gab ihre weibliche Identität preis und wurde eine gefragte Frau in Londoner Literaturkreisen.

    Nur ein Jahr später verlor Brontë innerhalb von nur acht Monaten alle vier Geschwister. Zwar veröffentlichte sie weitere Werke, doch litt sie sehr unter dem Verlust und flüchtete sich 1854 in eine Ehe mit dem Hilfspfarrer ihres Vaters, bei dem sie lebte.

    Charlotte Brontë starb im Jahr nach ihrer Hochzeit während ihrer Schwangerschaft vermutlich an unstillbarem Erbrechen.


    Eric Brown


    John Buchan


    Erskine Childers


    Kate Chopin

    Kate Chopin wurde am 8. Februar 1850 als Katherina O’Flaherty in St. Louis in den USA geboren und starb dort am 22. August 1904. Sie war eine amerikanische Schriftstellerin.

    Chopin war väterlicherseits irisch-katholischer Abstammung, mütterlicherseits französischer Abstammung. Sie war das dritte und jüngste Kind von Thomas O’Flaherty und seiner zweiten Frau. Ihr Vater kam bei einem Zugunglück ums Leben, als sie erst vier Jahre alt war. Auch ihre Schwester verstarb bereits während ihrer Kindheit.

    Chopin wurde von ihrer Mutter, Großmutter und Urgroßmutter liebevoll aufgezogen. Mit neunzehn heiratete sie den Plantagenerben Oscar Chopin, mit dem sie fünf Söhne und eine Tochter bekam. Nach seinem Tod vierzehn Jahre später zog sie zurück zu ihrer Mutter, die ebenfalls ein Jahr später starb. Um ihre seelische Krise zu überwinden, begann sie mit dem Schreiben. Nach einigen Veröffentlichungen in Zeitschriften erschien 1890 ihr erster Roman „At Fault“, der positiv aufgenommen wurde.

    In ihren folgenden Werken wie "Désirée's Baby" stellte Chopin immer mehr die geltenden Moralvorstellungen in Frage und wurde auch zensiert. Mit „The Awakening“ veröffentlichte sie 1899 ihren letzten Roman, der in seiner Vorreiterrolle für die spätere Frauenbewegung einen Skandal auslöste. Chopin wurde gesellschaftlich isoliert und depressiv und schrieb nur noch wenig. Ihre Werke wurden nicht mehr veröffentlicht und erst ab 1970 in ihrer literarischen Qualität anerkannt.

    Kate Chopin starb am 22. August 1904 an einer Hirnblutung.


    Sean Connolly


    Stephen Crane


    Peter Crowther


    Daniel Defoe

    Daniel Defoe wurde als Daniel Foe ungefähr Anfang 1660 in London geboren und starb dort am 26. April 1731. Er war ein englischer Schriftsteller.

    Defoe war der Sohn eines Fleischers und sollte selbst Geistlicher werden. Schon in seinen ersten zehn Lebensjahren erlebte er schwere Katastrophen: 1665 die Große Pest, ein Jahr später den Großen Brand von London. Mit zehn starb seine Mutter.

    Die Ausbildung zum Theologen gab Defoe bald auf und ergriff den kaufmännischen Beruf, in dem er gleich zweimal Bankrott ging. Er schrieb jedoch erfolgreich Essays und musste als Verfechter politischer und religiöser Freiheit für ein kritisches Werk gegenüber der anglikanischen Kirche in Haft. Mit seiner 1684 geheirateten Frau bekam er acht Kinder.

    Ab 1704 arbeitete Defoe als geheimer politischer Agent. Seine Zeitschrift „The Review“ erschien bald regelmäßig und befasste sich mit Handel, Politik und religiösen Kontroversen. Erst mit fast sechzig Jahren veröffentlichte Defoe seinen ersten Roman, „The Life And Strange Surprizing Adventures Of Robinson Crusoe“. Diesem folgten weitere Abenteuerromane und zahlreiche Veröffentlichungen – insgesamt rund 250 Werke.

    Daniel Defoe musste bis zu seinem Tod am 26. April 1731 schreiben, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen - sein Sohn sorgte trotz des geschenkten Vermögens nicht für den Vater.


    Charles Dickens

    Charles Dickens wurde am 7. Februar 1812 in Landport in England geboren und starb am 9. Juni 1870 in der Nähe von Rochester. Er war ein englischer Schriftsteller.

    Dickens war das zweite von acht Kindern eines mittellosen Marineschreibers. 1823 wurde der überschuldete Vater ins Londoner Gefängnis inhaftiert, in das – wie damals üblich – auch die ganze Familie zog. Dickens lebte als einziger außerhalb und musste schon als Kind die Familie als Hilfsarbeiter ernähren. Diese Erfahrungen waren die Inspiration für spätere Romane.

    Die Schule besuchte Dickens nur unregelmäßig. 1827 begann er als Schreiber bei einem Rechtsanwalt und arbeitete sich zum parlamentarischen Berichterstatter hoch. Ab 1831 machte er sich einen Namen als Journalist und begann dann, seine ersten Fortsetzungsromane in Zeitschriften zu veröffentlichen.

    1836 heiratete er seine Frau Catherine, mit der er zehn Kinder bekam. Zwei Jahre später erschien mit „Oliver Twist“ Dickens’ erster Roman und zugleich eines seiner wichtigsten Werke. Auch in den USA erlangte er mit diesem und weiteren Werken wie „A Christmas Carol“, „David Copperfield“ oder „Great Expectations“ großen Erfolg.

    Nach 22 Jahren Ehe trennte Dickens sich von seiner Frau - eine Scheidung war damals undenkbar. Bis zu seinem Tod war die Schauspielerin Ellen Ternan seine Geliebte. Ein Eisenbahnunfall im Jahr 1865 machte Dickens psychisch schwer zu schaffen und war Inspiration für „The Signal-Man“.

    Charles Dickens starb am 9. Juni 1870 gesundheitlich bereits schwer angeschlagen auf seinem Landsitz an einem zweiten Schlaganfall.

    Seine Werke gehören bis heute zu den meistgelesenen der englischen Literatur und wurden zum Großteil sogar mehrmals verfilmt.


    Arthur Conan Doyle

    Arthur Conan Doyle wurde am 22. Mai 1859 in Edinburgh, Schottland geboren und starb am 7. Juli 1930 in Crowborough in England. Er war ein britischer Arzt und Schriftsteller.

    Doyle war eines von zehn Kindern des schottischen Beamten Charles Doyle und dessen irischer Frau Mary. Der Vater war ein alkoholabhängiger Epileptiker, doch streng katholisch. So besuchte Doyle die Jesuitenschule, bevor er in Edinburgh Medizin studierte.

    1885 heiratete er Louise Hawkins, mit der er zwei Kinder bekam. Er praktizierte einige Jahre als Arzt, widmete sich aber bereits nebenbei dem Schreiben. 1887, mit 28 Jahren, veröffentlichte er seine erste Sherlock Holmes-Detektivgeschichte. Inzwischen nach London umgezogen, konnte er ab 1891 allein von der Schriftstellerei leben. Zwei Jahre lang erschienen die Holmes-und-Watson-Geschichten in Zeitschriften, bevor Doyle aus Zeitgründen beschloss, seinen Protagonisten sterben zu lassen.

    In den folgenden Jahren verfasste er historische Romane, unternahm eine gewagte Skiexpedition in der Schweiz und diente im Burenkrieg in Südafrika als Lazarett-Arzt. Eine Typhus-Erkrankung brachte Doyle wieder zum Romanschreiben: Es entstand einer seiner bekanntesten Romane, „The Hound of the Baskervilles“, wieder mit Sherlock Holmes.

    1906 starb Doyles erste Frau. Er heiratete ein Jahr später erneut und bekam drei weitere Kinder. 1912 erschien „The Lost World“ mit Doyles zweiter populärer Figur, Professor Challenger. Ab 1918 wendete sich Doyle dem Mystizismus und Spiritismus zu, vermutlich aus Trauer über seinen im Ersten Weltkrieg gefallenen Sohn.

    Sir Arthur Conan Doyle starb am 7. Juli 1930 an einer Herzkrankheit in seinem Haus in Crowborough, Sussex. Zahlreiche seiner Werke wurden bis heute mehrmals verfilmt.


    JoAnne Drake


    George Eliot


    Margaret Elphinstone


    Tony Evans


    Francis Scott Fitzgerald

    F. Scott Fitzgerald wurde als Francis Scott Key Fitzgerald am 24. September 1896 in St. Paul in Minnesota geboren und starb am 21. Dezember 1940 in Hollywood. Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

    Fitzgerald wurde als erster Sohn eines Möbelfabrikanten geboren. Bis auf eine jüngere Schwester verstarben seine weiteren Geschwister als Kinder. Während seine schulischen Leistungen im Internat eher schlecht waren, fiel er bereits durch seine Kurzgeschichten auf. Sein Studium in Princeton schloss er nicht ab.

    1917 trat Fitzgerald dem Militär bei. In Alabama stationiert lernte er seine spätere Frau Zelda kennen, die die Verlobung jedoch aus finanziellen Gründen zunächst wieder löste.

    Fitzgeralds erster Roman „This Side of Paradise“ machte den jungen Autor 1920 über Nacht berühmt. Er heiratete Zelda, mit der er eine Tochter bekam. Er schrieb zu allen Zeiten Kurzgeschichten und arbeitete viele Jahre für die Filmindustrie in Hollywood.

    Die Fitzgeralds führten in den „Goldenen Zwanzigern“ ein ausschweifendes Leben im Rampenlicht, verschuldeten sich ständig und zogen 1924 an die französische Riviera. Der 1925 erschienene Roman „The Great Gatsby“ brachte nicht den erhofften Erfolg. Fitzgerald bekam Alkoholprobleme und seine Frau erlitt einen Zusammenbruch. 1930 kehrten sie in die USA zurück, wo er weiter schrieb und Depressionen bekam. Die Ehe zerbrach.

    F. Scott Fitzgerald starb am 21. Dezember 1940 mit 44 Jahren nach zwei Herzinfarkten in Hollywood. Durch die erfolgreiche Verfilmung von „Der große Gatsby“ in den Siebziger Jahren wurde sein Werk von einem breiten Publikum wiederentdeckt.


    Mahatma Gandhi


    Paula Hammond


    Nathaniel Hawthorne

    Nathaniel Hawthorne wurde am 4. Juli 1804 in Salem in Massachusetts geboren und starb am 19. Mai 1864 in Plymouth in New Hampshire. Er war ein amerikanischer Schriftsteller der Romantik.

    Hawthorne wuchs als Abkömmling einer Puritanerfamilie und aufgrund des frühen Tods seines Vaters sehr behütet auf. Er fiel schon früh durch seine erzählerische Begabung auf. Während seines Studiums litt er unter Heimweh und war, wie er selbst sagte, ein „fauler Student“.

    Sein zunächst ausbleibender Erfolg als Schriftsteller zwang Hawthorne, beim Zoll und in der Postverwaltung zu arbeiten. Erst Jahre später konnte er als einer der ersten in Amerika von seiner schriftstellerischen Arbeit leben.

    1840 trat Hawthorne dem „Kreis der Transzendentalisten“ bei und lebte ein halbes Jahr in der Kommune „Brook Farm“. 1842 heiratete er die Malerin Sophia Peabody, mit der er bis zu seinem Tod eine glückliche Ehe führte und drei Kinder hatte.

    Hawthornes wohl bekanntester Roman „The Scarlet Letter“ erschien 1850. Später arbeitete Hawthorne vier Jahre lang als Konsul in Liverpool und lebte noch einige Jahre mit seiner Familie in Italien, bevor sie 1860 gemeinsam nach Amerika zurückkehrten. Aufgrund gesundheitlicher Probleme konnte er einige seiner Werke nicht vollenden.

    Nathaniel Hawthorne starb am 19. Mai 1864 in Plymouth auf dem Weg zu einem Erholungsurlaub in den White Mountains.


    Christine Kidney


    Anna Kirwan


    Jack London

    Jack London wurde am 12. Januar 1876 in San Francisco als John Griffith Chaney geboren und starb am 22. November 1916 in Glen Ellen in Kalifornien. Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist.

    London wurde als uneheliches Kind einer Frau aus gutem Hause und eines unsteten Astrologen und Wanderpredigers geboren, der die Vaterschaft abstritt. Als seine Mutter den Geschäftsmann John London heiratete, nahm dieser ihn als seinen Sohn an.

    Da der Stiefvater Invalide wurde, wuchs London in ärmlichen Verhältnissen auf und musste schon in seiner Kindheit Geld verdienen. Mit 14 brach er die Schule ab und lief weg. Er begann ein Leben als Landstreicher, Abenteurer und Matrose. 1895 absolvierte er nachträglich seinen Abschluss auf der High School und besuchte dann die Universität von Berkeley. Sein Studium beendete er nicht.

    1897 brach London stattdessen zum großen Goldrausch nach Klondike auf – jedoch erfolglos. Zurück in Kalifornien gelang ihm der Durchbruch als Schriftsteller, und er heiratete seine erste Frau, mit der er zwei Kinder bekam. Schon nach vier Jahren folgte die Scheidung und London brach mit seiner Yacht zu Abenteuerreisen nach Hawaii und Australien auf. 1905 heiratete er erneut und führte bis zu seinem Tod eine glückliche Ehe. 1910 zog das Paar auf eine Ranch, die London als sein eigentliches Lebenswerk betrachtete. Seine letzten Jahre waren allerdings geprägt von Depressionen und Alkoholkonsum.

    London verfasste ab 1900 hunderte von Romanen, Kurzgeschichten und Reportagen, die auch Vorlage für zahlreiche Verfilmungen wurden. Darunter die Welterfolge „The Call of the Wild“, „The Sea-Wolf“ und „White Fang“. Sein Hauptthema: die Spannung zwischen Natur und Kultur.

    Jack London starb im Alter von 40 Jahren am 22. November 1916 auf seiner Ranch an akutem Nierenversagen, doch auch über Selbstmord wird bis heute spekuliert.


    John MacKenna


    Herman Melville

    Herman Melville wurde am 1. August 1819 in New York City geboren und starb dort am 28. September 1891. Er war ein amerikanischer Schriftsteller, Dichter und Essayist.

    Melville war das dritte von acht Kindern einer zunächst wohlhabenden, dann durch Bankrott und Tod des Vaters verarmten Kaufmannsfamilie. So musste er bereits 1831 die Schule verlassen und Geld verdienen, unter anderem als Bankgehilfe und Verkäufer im Pelzgeschäft seines Bruders.

    Ab 1839 war Melville Matrose, unter anderem auf einem Walfangschiff, von dem er auf einer polynesischen Insel desertierte. Dort wurde er von Einheimischen gefangen genommen und konnte erst nach vier Wochen fliehen. Er kehrte über Tahiti, Hawaii und Peru 1844 in die USA zurück. Dort heiratete er 1847 seine Frau Elisabeth, mit der er vier Kinder bekam. Seine beiden Söhne nahmen sich im Erwachsenenalter das Leben.

    Melvilles beiden ersten Romane „Typee“ und „Omoo“ verarbeiteten seine Erlebnisse in der Südsee und waren sehr erfolgreich. Weitere Werke jedoch fanden kaum mehr Anklang, insbesondere 1851 auch „Moby Dick“, verfasst auf der Grundlage eines Tatsachenberichts. Dessen Verfilmung kam 1956 ebenso wenig beim Publikum an.

    Von 1850 bis 1863 lebten die Melvilles auf einem kleinen Bauernhof in Massachusetts, von dem aus Herman Melville Reisen nach England, ans Mittelmeer und nach Palästina unternahm – unter anderem auch zur Linderung seines Rheumas. Ab 1863 lebte er in New York, wo er allein vom Schreiben nicht leben konnte und als Zollinspektor sein Leben fristete.

    Herman Melville starb vergessen als Schriftsteller am 28. September 1891 in New York. Sein Werk wurde erst um 1900 herum wiederentdeckt und gilt heute als Klassiker der Weltliteratur.


    Nandini Nayar


    Edgar Allan Poe

    Edgar Allan Poe wurde am vom 19. Januar 1809 in Boston geboren und starb am 07. Oktober 1849 in Baltimore. Er war ein amerikanischer Dichter, Erzähler und Literaturtheoretiker.

    Edgar Poe wurde als Sohn des Schauspieler-Ehepaares Elizabeth Poe und David Poe in Boston in Massachusetts, geboren. Bereits zwei Jahre später war er ein Waisenkind und wurde in Richmond in Virginia vom kinderlosen Tabakhändler John Allan und seiner Ehefrau aufgenommen. Mit ihnen lebte er einige Jahre in Schottland, bis es 1820 nach New York ging.

    Weil Edgar Allan Poe – so nannte er sich inzwischen – nicht mit seinem Pflegevater zurechtkam, ging er zur Armee und wandte sich dem Journalismus zu. Ab 1835 war er bei verschiedenen Zeitungen tätig. 1836 heiratete er seine dreizehnjährige Kusine Virginia Clemm. Nach deren Tod im Jahr 1847 versuchte er vergeblich, seine psychischen Probleme durch Alkohol und vermutlich auch Opium zu bekämpfen.

    Ab 1838 erschienen seine okkulten Erzählungen. Mit seinen „Detektiv-Dupin“-Geschichten schuf Edgar Allan Poe eine neue, erfolgreiche Gattung von Kriminalstorys und war Wegbereiter der Kurzgeschichte. Wichtige Werke unter anderem: „Die Abenteuer Gordon Pyms“ 1838, „Der Doppelmord in der Rue Morgue“ 1841, „Phantastische Erzählungen“ von 1832 bis 1839. Poes Werk beinhaltet Erzählungen, Lyrik, Essays und komplexe wissenschaftliche Abhandlungen.

    Sein Ende war tragisch: Am 7. Oktober 1849 starb er verwahrlost und unter ungeklärten Umständen mit vierzig Jahren in Baltimore in Maryland. Seine letzten Worte waren angeblich: „Gott helfe meiner armen Seele."


    Walter Scott


    William Shakespeare

    William Shakespeare wurde im Jahr 1564 in Stratford-upon-Avon geboren und starb dort 1616. Er war ein englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler.

    Shakespeare wuchs in einer wohlhabenden Bürgerfamilie auf und besuchte vermutlich die Stratforder Lateinschule. Im Alter von 18 Jahren heiratete er eine Bauerntochter, mit der er drei Kinder bekam. Man vermutet, dass er von 1582 bis 1590 als Lehrer arbeitete. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Shakespeare eine Universität besucht hat.

    Ab 1592 ist bekannt, dass Shakespeare Mitglied der führenden Theatergruppe Londons war, für die er auch eigene Stücke schrieb. Es entstanden u.a. die Königsdramen und die Komödien „Der Widerspenstigen Zähmung“, „Ein Sommernachtstraum“ und „Viel Lärm um nichts“. „Romeo und Julia", eine der berühmtesten Liebestragödien der Weltliteratur, entstammt wohl dem Jahr 1598. Nach der Jahrhundertwende schuf Shakespeare u.a. die Tragödien „Hamlet“, „Othello“ und „Macbeth

    Als Teilhaber des Londoner Globe Theatre erwarb sich Shakespeare Vermögen und Einfluss. Seine Truppe „Lord Chamberlain’s Men“ trat öfter auch am Hof der Königin Elisabeth auf.

    Mit 46 Jahren kehrte Shakespeare wohlhabend nach Stratford zurück und verbrachte dort seine letzten Lebensjahre, in denen er noch öfters nach London reiste und auch weitere Theaterstücke produzierte.

    William Shakespeare starb 1616 im Alter von 52 Jahren in Stratford-upon-Avon.


    Ernest Shakleton


    Mary Shelley

    Mary Shelley wurde am 30. August 1797 als Mary Godwin in London geboren und starb dort am 1. Februar 1851. Sie war eine britische Schriftstellerin.

    Shelley kam als Kind einer Frauenrechtlerin und eines Sozialphilosophen zur Welt. Schon zehn Tage nach der Geburt verlor sie ihre Mutter. Vier Jahre später heiratete der Vater erneut, doch das Verhältnis Shelleys zur Stiefmutter und den Stiefgeschwistern wurde mit den Jahren immer zerrütteter.

    Durch ihren Vater, mittlerweile Buchhändler, Verleger und Kinderbuchautor, erhielt Shelley eine für Mädchen zur damaligen Zeit ungewöhnlich umfassende Bildung. Sie besuchte ein Jahr lang ein Mädchenpensionat, dann lebte sie ein Jahr lang bei einer Familie an der Ostküste Schottlands.

    Ab 1814 verband Mary Godwin eine Liebesbeziehung mit dem verheirateten Schriftsteller Percy Bysshe Shelley, mit dem sie einige Monate bei einer Reise durch Frankreich vor der Realität floh. Schwanger kehrte sie nach England zurück, die Tochter verstarb jedoch wenige Tage nach der Geburt. Im folgenden Jahr bekamen sie einen gesunden Sohn. Nach dem Suizid von Percys Ehefrau konnten die beiden schließlich heiraten und wanderten 1818 nach Italien aus, wo Shelleys mittlerweile zwei Kinder im Abstand von wenigen Monaten verstarben.

    In diesem Jahr erschien Shelleys weltweit bekannter Schauerroman „Frankenstein“. Aus ihrer Depression half Shelley die Geburt des vierten Kindes. Ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes bei einer Segeltour kehrte sie wieder nach England zurück. Dort arbeitete sie als Schriftstellerin und Herausgeberin der Werke ihres verstorbenen Mannes.

    Shelley lebte mit ihrem Sohn und dessen Frau auf dem Erbsitz der Shelley. Ihre letzten Lebensjahre waren jedoch von Krankheit gezeichnet.

    Mary Shelley starb am 1. Februar 1851 im Alter von 53 Jahren vermutlich an einem Hirntumor.


    Robert Louis Stevenson

    Robert Louis Stevenson wurde am 13. November 1850 in Edinburgh in Schottland geboren und starb am 3. Dezember 1894 in Vailima auf Samoa. Er war ein schottischer Schriftsteller.

    Stevenson war der einzige Sohn eines Leuchtturmbauers und einer gesundheitlich angeschlagenen Mutter. Da auch er selbst unter Lungenleiden litt, verbrachten sie viele Tage zu Hause und stellten zur Unterstützung ein Kindermädchen ein. Dieses beeindruckte den keinen Stevenson durch ihre Erzählungen und Schauergeschichten nachhaltig.

    Stevenson erhielt in seiner Kindheit aufgrund seiner Erkrankung hauptsächlich Privatunterricht und schrieb bereits zahlreiche Essays und Erzählungen. 1871 schließlich schrieb er sich nach mehreren Wechseln für ein Jurastudium ein. Er trat außerdem in den Debattierclub ein und die literarische Gesellschaft, wo er viele soziale Kontakte knüpfte.

    Stevenson reiste im Sommer und schrieb im Winter, blieb aber zunächst finanziell von seinen Eltern abhängig, obwohl er mittlerweile mit ihnen zerstritten war. 1877 lernte er seine spätere Ehefrau kennen, die zehn Jahre ältere Fanny. Es dauerte drei Jahre, bis sie sich zur Scheidung entschloss und Stevenson in San Francisco heiratete. Zurück aus den USA kam es zur Versöhnung mit Stevensons Eltern, aber auch zum Ausbruch der Tuberkulose.

    Stevenson verfasste trotz großer gesundheitlicher Probleme seinen ersten Roman „Treasure Island“, den er seinem Stiefsohn widmete und der ein großer Erfolg wurde. 1886 erschien der nächste Erfolg, „The Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde“.

    Nach dem Tod seines Vaters zog Stevenson aus gesundheitlichen Gründen mit seiner Familie mehrfach um und reiste durch die Südsee, bis er sich schließlich auf Samoa niederließ. Dort war er schriftstellerisch, aber auch politisch sehr aktiv.

    Im Alter von 44 Jahren verstarb Robert Louis Stevenson auf seinem Anwesen in Samoa an einer Hirnblutung.


    Bram Stoker

    Bram Stoker wurde am 8. November 1847 bei Dublin geboren und starb am 20. April 1912 in London. Er war ein irischer Schriftsteller.

    Bis zu seinem siebten Lebensjahr litt Abraham „Bram“ Stoker als das dritte von sieben Kindern unter einer mysteriösen Erkrankung, die ihn weder gehen noch stehen ließ. Seine Heilung war für die Ärzte ein Wunder und Stoker verarbeitete seine traumatischen Erfahrungen später in seinen Werken.

    Stoker studierte am College in Dublin, wo er auch als Sportler sehr erfolgreich war. Wie sein Vater wurde er Beamter in der Justizbehörde in Dublin. Damit unzufrieden, arbeitete er nebenbei als Journalist und Theaterkritiker. Nach seiner Heirat 1878 zog er nach London und war am Theater seines Freundes Henry Irving als Manager tätig,  durch den er auch in der Welt herumkam. Er schrieb nebenbei Kurzgeschichten und Romane, die auch veröffentlicht wurden, jedoch nicht den Durchbruch brachten. Mit seiner Frau bekam er 1879 einen Sohn.

    1890 traf Stoker den ungarischen Professor Arminius Vámbéry, der ihm von der Legende des rumänischen Fürsten Vlad III. Drăculea (Drakula) erzählte. Daraus entstand innerhalb von sieben Jahren Stokers Vampirroman „Dracula“. Dessen weltweiten Erfolg konnte er selbst nicht mehr miterleben. Durch seine zahlreichen Verfilmungen ist „Dracula“ zu einem der Horrorklassiker schlechthin avanciert.

    Bram Stoker starb am 20. April 1912 in bescheidenen Verhältnissen in London.


    Jonathan Swift

    Jonathan Swift wurde am 30. November 1667 in Dublin in Irland geboren und starb dort am 19. Oktober 1745. Er war ein anglo-irischer Schriftsteller und Satiriker.

    Als Swift zur Welt kam, war sein Vater bereits verstorben und die Mutter schickte ihn bis zum fünften Lebensjahr mit einem Kindermädchen nach England. Zurück in Dublin wurde er von Verwandten aufgezogen. Mehr schlecht als recht absolvierte er dort ein Theologiestudium und machte danach in Oxford einen Abschluss als „Master of Arts“ – beides finanziert durch einen Verwandten der Mutter.

    Swift verfasste seine beiden ersten Bücher und begann eine Beziehung mit der unehelichen Tochter seines Gönners. Nach dessen Tod zog Swift für eine Anstellung bei der Kirche zurück nach Irland. Seine Werke wurden 1704  veröffentlicht und er gab auch politisch engagiert die Wochenzeitung der konservativen Tories heraus. Seine anonym verfassten politischen Satiren waren sogar Anlass, eine Belohnung für die Auffindung des Verfassers auszuschreiben.

    Swift hatte eine mehrjährige Beziehung zu einer weiteren Frau, die nach der Beichte der „Dreiecksbeziehung“ 1723 starb. Seine erste Freundin starb 1728. Sein heute bekanntester Roman „Gulliver’s Travels“ erschien 1726. Das eigentlich satirische Werk wurde aufgrund zu „kritischer“ Passagen auch zu einer harmlosen Kinderbuchfassung gekürzt.

    Neben einer schlimmer werdenden Innenohrerkrankung setzte Swift 1742 ein Schlaganfall zu, der ihn zum Invaliden machte, bis er 1745 schließlich starb.


    Gill Tavner


    Mark Twain

    Mark Twain wurde als Samuel Langhorne Clemens am 30. November 1835 in Florida in Missouri geboren und starb am 21. April 1910 in Redding in Connecticut. Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller.

    Twain war das sechste Kind in einer Familie aus schlechten sozialen Verhältnissen. Seine Zeit am Mississippi diente später als Inspiration für „Huckleberry Finn“. Als Twain elf Jahre alt war, starb sein Vater. Schon früh ließ er sich zum Schriftsetzer ausbilden. Nachdem sein Bruder die Lokalzeitung aufgekauft hatte, konnte Twain dort erste Artikel veröffentlichen.

    Nach Reisen durch die USA arbeitete Twain bis zum Ausbrauch des Bürgerkriegs 1861 als Lotse auf einem Mississippidampfer. Er kämpfte zwei Wochen für die Südstaaten, setzte sich aber ab und ging zu den Goldgräbern nach Virginia, wo er als Reporter von Klatschgeschichten zwar Ruhm erlangte, jedoch fliehen musste.

    1863 nutzte er erstmals sein Pseudonym „Mark Twain“. Er wurde damit berühmt und konnte seinen Lebensunterhalt mit seinen Werken verdienen. 1870 heiratete er. Mit seiner Frau bekam er vier Kinder, von denen das erste jedoch nach zwei Jahren starb. Er schrieb seine bekanntesten Werke, darunter 1884  „The Adventures of Huckleberry Finn“.Twains Satire war so bissig, dass die Jugendbuchausgaben seiner Werke oftmals entschärft wurden.

    Ab 1891 lebte Twain einige Jahre in Europa, unter anderem im Berlin, wo er seine Töchter auf die Schule schickte, und in Wien. Er war auch als Geschäftsmann zumeist erfolgreich tätig bis auf die Insolvenz seines Verlages. 1894 starb eine seiner Töchter, 1904 seine Frau und 1908 eine weitere Tochter. Diese Verluste schlugen sich in seinen Werken als pessimistische Grundstimmung nieder.

    Mark Twain starb 1910 als hoch geachteter Autor im Alter von 74 Jahren in Connecticut.


    Jules Verne


    Herbert George Wells


    Oscar Wilde

    Oscar Wilde wurde am 16. Oktober 1854 in Dublin geboren und starb am 30. November 1900 in Paris. Er war ein irischer Schriftsteller.

    Wilde war das zweite von drei Kindern eines angesehenen Arztes und einer Übersetzerin. Durch die literarische Tätigkeit seiner Mutter bekam Wilde schon früh Kontakt zu kulturellen Kreisen und dem Schreiben.

    Nach seinem Internatsbesuch studierte Wilde klassische Literatur in Dublin und reiste zu dieser Zeit schon nach Italien. Ab 1874 studierte er zusätzlich in Oxford, wo er ebenfalls mit Bravour abschloss. 1878 bekam sein Gedicht „Ravenna“ erste öffentliche Aufmerksamkeit. Wilde zog nach London, wo er sich als extravaganter Dandy schnell einen Namen machte. Erste Werke wurden verlegt und er wurde 1881 in die USA eingeladen.

    Als berühmter und gefeierter Dichter heiratete er eine Kinderbuchautorin, mit der er sich in London niederließ und zwei Söhne bekam.1886 lebte er erstmals seine Homosexualität aus und stand künftig der Ehe immer kritischer gegenüber. 1890 erschien mit dem Roman „The Picture of Dorian Gray“ sein bekanntestes und zugleich als „anrüchigstes“ angesehenes Werk.

    Aufgrund seiner Kontakte zu männlichen Prostituierten wurde Wilde 1895 zu zwei Jahren Zuchthaus mit schwerer Zwangsarbeit verurteilt. Hier wurde seine Gesundheit dermaßen ruiniert, dass er sofort nach Entlassung nach Paris übersiedelte. Seine Letzten drei Lebensjahre verbrachte Wilde unter dem Namen „Sebastian Melmoth“ verarmt und isoliert in einem Hotel.

    Oscar Wilde starb mit 46 Jahren in Paris an den Folgen einer Mittelohrentzündung.