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Wissensportal Studium

Hier haben wir Ihnen wichtige Informationen zum Studium in Deutschland und im deutschsprachigen Raum zusammengestellt. In der ausgewählten Linksammlung finden Sie weiterführende Informationen

Wissensportal Studium

 

Studium in Deutschland

Deutschland gehört zu den Top 3 der beliebtesten Zielländer internationaler Studierender. Die Ausbildung qualifizierter ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung.

Mehr als zwölf Prozent der Studierenden an deutschen Hochschulen kommen aus der ganzen Welt. Deutschland ist ein also ein attraktiver Studienstandort und ein deutscher Hochschulabschluss wird von Arbeitgebern weltweit hoch geschätzt.

 

Deutsches Hochschulsystem

Jedes Bundeland hat seinen eigenen politischen Gestaltungsraum – unter anderem in den Bereichen Kultur und Bildung. Das Bildungswesen in Deutschland wird nicht zentral geregelt, sondern die Bundesländer haben die Kultushoheit. Alle Bundesländer haben deshalb auch ihre eigenen Hochschulgesetze und Richtlinien. Außerdem sind die Hochschulen in Deutschland weitgehend selbstständig, d.h. vieles ist nicht für alle Hochschulen einheitlich geregelt, sondern jede Angelegenheit wird von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich gehandhabt.

 

Zahlen und Fakten

Laut Angaben des DAAD gab es in Deutschland im Wintersemester 2016/17 insgesamt Hochschulen:

  • 106 Universitäten (1,77 Mio. Studierende)
  • 217 Fachhochschulen (ca. 957.000 Studierende)
  • 53 Kunsthochschulen (ca. 36.000 Studierende)  
  • 16 Theologische Hochschulen
  • 30 Verwaltungshochschulen  

… und ca. 358.000 internationale Studierende. Das Studium an einer Fachhochschule ist meist praxisorientierter als an einer Universität.

 

Was kostet ein Studium in Deutschland?

 

Studiengebühren

In Deutschland gibt es aktuell in keinem Bundesland allgemeine Studiengebühren.

Normale Bachelor- und Masterstudiengänge sind an staatlichen Hochschulen gebührenfrei. Aber: Es gibt Langzeitstudiengebühren, Gebühren für Senioren oder ein Zweitstudium.

Berufsbegleitende Bachelorstudiengänge kosten in Bayern und Baden-Württemberg.

 

Semesterbeitrag

An allen Hochschulen muss ein Semesterbeitrag bezahlt werden. Die Höhe ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich (bis zu 250 Euro im Semester), weil in diesem Beitrag verschiedene Leistungen enthalten sind.  

 

Der Semesterbeitrag ist NICHT mit den Studiengebühren zu verwechseln, auch wenn die Verwaltungskostenbeiträge in unseren Augen den Studiengebühren ähnlich sind.  

 

Der Semesterbeitrag umfasst normalerweise:  

  • den Sozialbeitrag (für das Studentenwerk)
  • den Beitrag für die Studierendenvertretung (AStA o.ä.)
  • evtl. das Semesterticket (öffentliche Verkehrsmittel)  

Die Qual der Wahl:  Welcher Hochschule, welcher Studiengang?

Die Studienauswahl, die Unterschiede und die regionalen Besonderheiten sind groß. Die Wahl für eine Hochschule ist also schwierig und will gut überlegt sein. Häufig wählen deutsche Studierende nicht nur nach ihrem Wunschfach die Hochschule aus, sondern auch nach dem Studienort.

Traditionelle Universitätsstädte wie Heidelberg, Frankfurt, München, Freiburg, Leipzig und Tübingen bieten ein besonderes Flair und eine internationale, kreative Szene. Die Hochschulen haben meist für bestimmte Fächer einen guten Ruf und sind beliebt. Beliebt ist auch die Hauptstadt Berlin, denn sie bietet Studierenden alle Vorteile einer großen Weltstadt.

Die größten deutschen Universitäten sind in Köln, München und Hamburg. Man muss sich im Klaren sein, dass die Auswahl für eine Hochschule in diesen Städten mit einem höheren Kostenaufwand verbunden ist.

Jeder Studiengang führt zu einem bestimmten Hochschulabschluss: Wenn man sich für einen Studiengang entscheidet, wählt man nicht nur das Fach, sondern gleichzeitig auch den Abschluss, den man erreichen möchte.

 

 

Man kann an einer deutschen Hochschule…

 

… als Studienanfänger das erste Studium aufnehmen („grundständiges Studium“).

 

… im Rahmen des Studiums im jeweiligen Heimatland einige Semester Auslandserfahrung sammeln.

 

…ein weiterführendes Studium absolvieren, nachdem bereits ein Studium abgeschlossen wurde.

 

…promovieren.

Welche Abschlüsse sind an einer deutschen Hochschule möglich?

 

  • Bachelor (6-8 Semester): B.A., B.Sc., Bachelor of Engineering oder Ähnliches

 

  • Master (4 Semester): M.A., M.Sc., Master of Engineering oder Ähnliches

 

  • Staatsexamen (Medizin, Jura, Pharmazie, Lehramt)

 

  • Promotion (2 – 4 Jahre)

Wo findet man den richtigen Studiengang?

 

Bei der Suche nach dem richtigen Studiengang helfen Datenbanken. Über die freie Suche hinaus kann ein Studiengang nach verschiedenen Kriterien gesucht werden: Fächergruppen, Hochschulort, Hochschultyp, Kurssprache u.a.

 

www.study-in.de

 

http://studiengaenge.zeit.de/studienangebote

 

www.studienwahl.de


Die Hochschulabschlüsse im Detail

 

Bachelor(B.A., B.Sc., Bachelor of Engineering)

Der Bachelor ist der erste akademische Abschluss, der auf dem internationalen Arbeitsmarkt anerkannt wird. In Bachelor-Studiengängen lernt man in sechs bis acht Semestern die Grundlagen eines Faches. Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelors kann man ins Berufsleben starten oder den nächst höheren akademischen Abschluss machen: den Master.

 

Master (M.A., M.Sc., Master of Engineering)

Der Master ist der zweite akademische Abschluss, den man an deutschen Hochschulen erwerben kann. Die Voraussetzung für den Master ist der erfolgreiche Abschluss eines Bachelorstudienganges (oder eines vergleichbaren Studienganges). In einem Master lässt sich das Wissen in zwei bis vier Semestern vertiefen oder erweitern. Nach dem Masterabschluss kann man ins Berufsleben starten oder den nächst höheren akademischen Abschluss erreichen: die Promotion.

 

Staatsexamen

Wenn man in Deutschland als Arzt, Anwalt, Lehrer oder Pharmazeut arbeiten möchtet, braucht man das Staatsexamen. Das Erste Staatsexamen kann nach einem erfolgreichen Studium der Fächer Jura, Medizin und Pharmazie sowie der Lehramtsstudiengänge abgelegt werden. Danach beginnt mit einer berufsbezogenen, praktischen Ausbildungsphase die Vorbereitung auf das Zweite Staatsexamen oder auf ein Promotionsstudium. Das Staatsexamen ist kein akademischer, sondern ein staatlicher Abschluss. Das bedeutet: Die Prüfungsordnung wird nicht von der Hochschule, sondern von den Bundesländern festgelegt. Deshalb finden auch die Prüfungen unter staatlicher Aufsicht statt.

 

Promotion

Das Promotionsstudium endet mit der Verleihung des Doktortitels. Während des Studiums schreibt man eine Forschungsarbeit, die Dissertation. Die Dauer der Promotion ist abhängig von dem jeweiligen Forschungsthema, meist sind es etwa zwei bis fünf Jahre.

 

Master, Diplom oder Magister?

In den letzten Jahren sind die Studiengänge an deutschen Hochschulen im Rahmen des Bologna-Prozesses reformiert worden. Die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge haben mittlerweile fast überall die traditionellen Diplomstudiengänge und das Magister Artium abgelöst. Beide Abschlüsse sind eventuell noch als laufende Studiengänge finden und mit dem Master vergleichbar.

 

Mit dem Diplom enden Studiengänge der Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie auch künstlerischer Fächer. Mit Magister Artium (M.A.) enden vor allem geisteswissenschaftliche Studiengänge.

 


Voraussetzungen für ein Studium an einer deutschen Hochschule

 

Für ein Studium an einer deutschen Hochschule braucht man eine sogenannte „Hochschulzugangsberechtigung“, d.h. einen Schulabschluss, der für ein Studium qualifiziert. Wenn der Schulabschluss im Ausland für ein Studium in Deutschland nicht ausreicht, müssen Studienbewerber vorher ein Studienkolleg besuchen. Die Bewerbung bzw. Antrag auf Zulassung läuft bei jeder Hochschule unterschiedlich ab – inzwischen meist online auf der Webseite der jeweiligen Hochschule.

 

Studierfähigkeitstests und besondere Voraussetzungen

 

Je nach Bundesland und gewünschtem Studiengang können Studierfähigkeitstests oder andere Auswahlverfahren auf Studienbewerbe zukommen. Dies ist der Fall, wenn der gewünschte Studiengang sehr begehrt und die Bewerberzahlen hoch sind. Hinzu können je nach Hochschule und Studiengang auch der Beleg über die Absolvierung eines geforderten Praktikums oder vor allem bei der Bewerbung bei Kunst- und Musikhochschulen die Zusendung von Arbeitsproben, künstlerischen Arbeiten und Entwürfen gehören, die die sportliche bzw. künstlerische Befähigung erkennen lassen.

 

Studienbewerber aus Deutschland oder EU-Land

Mit dem Abitur kann man an einer Universität studieren, Mit dem Fachabitur kann man an eine Fachhochschule (FH) gehen. 

Für Studienbewerber aus Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz: Wenn das Zeugnis im Heimatland für den Hochschulzugang berechtigt, reicht es in der Regel auch für ein Studium in Deutschland aus.

Das gilt auch, wenn man das Abitur an einer der mehr als 140 Deutschen Schulen im Ausland gemacht hat.

Studienbewerber aus nicht EU-Ländern

Als erstes sollte geprüft werden, ob der Schulabschluss bzw. das Zeugnis für die Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland anerkannt ist. Dabei helfen folgende Zulassungsdatenbanken:

 

  • Zulassungsdatenbank des DAAD: Durch Eingabe des Landes, in dem man den Schulabschluss gemacht hast, erfährt man, ob das Zeugnis für den Hochschulzugang in Deutschland reicht.

 

  • Die offizielle Datenbank zur Bewertung von ausländischen Zeugnissen und Bildungsnachweisen ist Anabin: Auf der Datenbank kann nach dem Land und dem Abschluss gesucht werden. Die Informationen auf Anabin sind auf Deutsch: http://anabin.kmk.org/anabin.html

Das Studienkolleg: Der Weg zum Studium

Wenn man keinen in Deutschland anerkannten weiterführenden Schulabschluss besitzt, muss man sich im Grundkurs des “Studienkollegs” anmelden und sich auf die “Feststellungsprüfung” vorbereiten.

Der erfolgreiche Abschluss dieser Prüfung berechtigt die Qualifizierung der Hochschulreife, mit der man eine Hochschulausbildung in Deutschland beginnen kann.

Das Studienkolleg bietet fachbezogene Veranstaltungen zum Studienfach, für das man sich bewerben möchte. Gewöhnlich werden diese Kurse kostenlos von den Universitäten angeboten. Für die Anmeldung zum Studienkolleg muss man Deutschkenntnisse auf der Stufe B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachweisen.

 

Visum und Aufenthaltsgenehmigung

Wer braucht für ein Studium in Deutschland ein Visum? Welche Unterlagen und Dokumente sind für die Einreise nach Deutschland nötig?

Die Antworten auf diese Fragen hängen hauptsächlich davon ab, aus welchem Land man kommt und wie lange man in Deutschland bleiben möchte.

Wichtig ist es, sich rechtzeitig vor dem Auslandsaufenthalt zu informieren und die nötigen Unterlagen zusammenzustellen. Informationen zur Visumspflicht bekommt man bei der deutschen Botschaft oder dem deutschen Konsulat im jeweiligen Heimatland (Adressen sind auf der Seite des Auswärtigen Amtes zu finden).

 

Generell gilt…

… zusätzlich zur Bewerbung an der Hochschule gelten auch für Studierende die Einwanderungsgesetze der Bundesrepublik Deutschland

…für ein Visum sind ein Nachweis über eine bestehende Krankenversicherung in Deutschland sowie ein Finanzierungsnachweis notwendig.

Nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums können Ausländer ihre Aufenthaltserlaubnis für bis zu 18 Monate verlängern lassen, um sich hier vor Ort eine ihrer Qualifikation entsprechende Beschäftigung zu suchen.

 

Wie viel Deutsch braucht man, um in Deutschland zu studieren?

Für die meisten Studiengänge an deutschen Hochschulen müssen die Studierenden die deutsche Sprache beherrschen. Wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist, brauchen Studienbewerber für die Zulassung zum Studium einen Nachweis über ihre Deutschkenntnisse.

In internationalen Studiengängen oder spezifischen Aufbaustudiengängen ist die Unterrichtssprache oft Englisch. In dem Fall ist je nach Hochschule ein Nachweis über ausreichende Englischkenntnisse erforderlich.

Für den Nachweis der Deutschkenntnisse gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Sprachprüfungen DSH „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber“ und TestDaF „Test Deutsch als Fremdsprache“).

Mehr Informationen zu den Prüfungen  im Wissensportal GER | Prüfungen

Studienbewerber brauchen diese Prüfungen NICHT zu machen, wenn sie mindestens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen bzw. folgende Nachweise vorlegen können:

  • Goethe-Zertifikat (C2: Großes Deutsches Sprachdiplom)
  • Kleines bzw. Großes Deutsches Sprachdiplom der Goethe-Instituts
  • Zentrale Oberstufenprüfung des Goethe-Instituts (vor/bis 2011)
  • Goethe-Zertifikat C2: Großes Deutsches Sprachdiplom (seit 2012)
  • Deutsches Sprachdiplom (DSD Stufe II) der Kultusministerkonferenz
  • telc Deutsch C1 Hochschule
  • Abitur an einer deutschsprachigen Schule im Ausland

Weitere Informationen finden Sie auch im Wissensportal GER | Prüfungen und im Wissensportal Schule.

 

Weiterführende Links zum Thema Studium:

Für die Studiengangsauswahl: www.hochschulkompass.de

Für ausländische und deutsche Studenten, die in Deutschland studieren möchten: www.study-in.de

Stipendiendatenbank und allgemeine Informationen: www.daad.de

www.studienwahl.de

www.studis-online.de

Viele Informationen zum Alltag und Leben in Deutschland, Kultur, Freizeit, Geschichte, wichtige Personen,...  Ideen und Impulse für Ihren Unterricht finden Sie auch jeden Tag in unserer DaF-Idee des Tages:

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